Das Interesse der potentiellen Ausbildungsbetriebe schien größer zu sein als das der jungen Schüler an den möglichen künftigen Arbeitgebern. Dabei legten sich die teilnehmenden Betriebe bei der Lehrstellenbörse mächtig ins Zeug. Sie ließen sich einiges einfallen, um sich bestmöglich zu präsentieren.

Bei manchen Schülern zogen die kleinen Werbegeschenke größere Aufmerksamkeit auf sich als die gebotenen Informationen. So manch ein roter Eimer, auch so etwas gab es als Präsent, füllte sich mit Gummibärchen, Süßigkeiten, Popcorn, Massagebällen oder sonstigen brauchbaren Werbegeschenken.

Nina ist mit ihrer Mutter Petra Valentino zur Lehrstellenbörse gekommen, um sich zu informieren. Angelina Möhling und Simone Lauricella, Auszubildende der Firma ELGO, geben gerne Auskunft über ihre Arbeit. Bild: Sandra Bossenmaier
Nina ist mit ihrer Mutter Petra Valentino zur Lehrstellenbörse gekommen, um sich zu informieren. Angelina Möhling und Simone Lauricella, Auszubildende der Firma ELGO, geben gerne Auskunft über ihre Arbeit. Bild: Sandra Bossenmaier

Bei der Lehrstellenbörse in der Hardberghalle konnten sich Schüler der Klassenstufen 8, 9 und 10 der Ten-Brink-Schule und natürlich auch alle interessierten Schüler anderer Schulen über verschiedene Ausbildungsberufe informieren. Vertreten waren Firmen aus Industrie, Handwerk und Dienstleistungen, ebenso Verbände und weiterführende Schulen.

Erste Kontakte zu den möglichen Arbeitgebern konnten geknüpft werden. Es gab Informationen über die Betriebe und deren Ausbildungsberufe. Und das direkt aus erster Hand von den aktuellen Auszubildenden der Firmen, es fand sozusagen ein Austausch auf Augenhöhe mit den Schülern statt.

Die Lehrstellenbörse in Rielasingen-Worblingen ist eine wichtige Plattform für junge Leute, um sich über mögliche Ausbildungsberufe zu informieren. Bild: Sandra Bossenmaier
Die Lehrstellenbörse in Rielasingen-Worblingen ist eine wichtige Plattform für junge Leute, um sich über mögliche Ausbildungsberufe zu informieren. Bild: Sandra Bossenmaier

Bei den vielfältigen Möglichkeiten, die es heute gibt, ist es für die jungen Menschen gar nicht so einfach, sich für den für sie richtigen Weg nach der Schule zu entscheiden. „Wie viele andere wusste ich nicht, was ich machen sollte“, erinnert sich Pascal Gebhardt aus Arlen an diese Zeit zurück. Heute ist er im dritten Ausbildungsjahr zum Anlagenmechaniker.

Einen passenden Ausbildungsbetrieb suchte er unter anderem nach dem netten Chef Christian Klett aus. Gemeinsam mit seinem Kollegen Brahim Ujupay erzählte er den Interessierten über seine Ausbildung und das Berufsbild des Anlagenmechanikers.

Auch weiterführende Schulen sind vertreten

So auch den beiden Neuntklässlerinnen Azeza Hamdo Jarko und Walaa Alobeid. Die beiden Freundinnen informierten sich an den Ständen über ganz unterschiedliche Ausbildungsmöglichkeiten und scheuten sich dabei nicht, das schwere Werkzeug der Anlagenmechaniker in die Hand zu nehmen.

Michael Pätzholz, Vorsitzender des Handels- und Gewerbevereines Rielasingen-Worblingen, rät den jungen Schülern mehrere Praktika zu absolvieren, bevor man sich für einen Ausbildungsberuf entscheidet.

Gemeinsam eröffnen sie die Lehrstellenbörse in Rielasingen-Worblingen (v.l.): Richard Maisch, Lothar Reckziegel, Michael Pätzholz und Birgit Steiner. Bild: Sandra Bossenmaier
Gemeinsam eröffnen sie die Lehrstellenbörse in Rielasingen-Worblingen (v.l.): Richard Maisch, Lothar Reckziegel, Michael Pätzholz und Birgit Steiner. Bild: Sandra Bossenmaier

Nina Valentino aus Rielasingen wurde von ihrer Mutter Petra Valentino begleitet. Für die Mutter ist es selbstverständlich, die Tochter auf dem Entscheidungsweg wie es nach der Schule weitergehen könnte, zu begleiten und zu unterstützen. Die Lehrstellenbörse eignet sich hierfür hervorragend. Denn auch weiterführende Schulen waren vertreten.

Für Nina ist es denkbar, an einer solchen Schule das Abitur zu machen, um sich dann im Anschluss daran für ein duales Studium zu bewerben. Sabine Moll und Magdalena Jäger vertraten bei der Lehrstellenbörse die Bundesagentur für Arbeit. Die beiden schätzen die Atmosphäre in der Hardberghalle in Worblingen. In dem hier ungezwungenen Rahmen komme man gut mit den Jugendlichen ins Gespräch.