Bei den Gemeinderatswahlen am 26. Mai tritt die AFD in Rielasingen-Worblingen mit vier Kandidaten an – in allen anderen Städten und Gemeinden des Hegaus haben sich sich keine Bewerber für die rechtspopulistische Partei finden lassen. Die Frage ist, ob es für das Quartett für den Einzug ins Lokalparlament reicht. Mitentscheidend dafür ist das spezielle Wahlsystem. Dabei entspricht die Zahl der Sitze der Stimmenzahl, die die Wähler vergeben können. Da es in Rielasingen-Worblingen 18 Sitze gibt, hat also jeder Wahlberechtigte 18 Stimmen. Diese kann er unterschiedlich verteilen, wobei er einem Kandidaten eine, zwei oder drei Stimmen geben kann.

Da die AFD vier Kandidaten hat, kann der Wähler also maximal drei mal vier Stimmen für die Parteimitglieder vergeben – macht in der Summe zwölf Stimmen. Die restlichen Stimmen muss der Wähler auf Kandidaten anderer Parteien verteilen – oder verfallen lassen. Das ist der Grund, warum die Parteien und Gruppierungen, die bei den Kommunalwahlen antreten, so viel Wert darauf legen, dass auf ihren Listen möglichst viele Bewerber stehen. Da die AFD in Rielasingen-Worblingen ihre Liste nicht voll bekommen hat, sind ihre Chancen im Vergleich mit Parteien mit vollen Listen geringer, da sie das Potenziell an Stimmen nicht voll ausschöpfen können.