350 Bürger folgten der Einladung der Gemeinde in die Talwiesenhallen, um gemeinsam das neue Jahrzehnt einzuläuten. Und wohl alle verließen den Neujahrsempfang äußerst gut gelaunt.

Für heitere Stimmung sorgten nicht nur der Rückblick und die Vorschau von Bürgermeister Ralf Baumert, woraus hervorging, dass die Gemeinde der nahen Zukunft recht gelassen entgegensehen kann. 

Humorvoll erwies sich auch die gereimte Laudatio, die der Behindertensportler, ZDF-Experte und Co-Moderator bei den Sommer- und Winter-Paralympics, Matthias Berg, auf Konrad Caserotto hielt. Der Trainer, Organisator und Betreuer beim Turnverein Rielasingen wurde mit dem Sport-Ehrenbrief der Gemeinde ausgezeichnet.

Rielasingens Turner haben Konrad „Conny“ Caserotto viel zu verdanken. Der Gemeinderat habe sich einstimmig entschieden, diese außergewöhnlichen Verdienste und Leistungen im Ehrenamt im Bereich Sport, mit dem Sport-Ehrenbrief zu würdigen. „Für den Rielasinger Turnverein ist er wie ein Sechser im Lotto“ brachte Laudator Matthias Berg das Engagement Caserottos auf den Punkt.

Zuguterletzt verbreitete darüber hinaus der stellvertretende Bürgermeister Rudolf Caserotto mit launigen Dankesworten an Bürgermeister, Gemeindeverwaltung und –rat nochmals reichlich Heiterkeit. Der Musikverein Worblingen umrahmte die Veranstaltung mit Pep musikalisch.

Gemeinde strebt eine kontinuierliche, maßvolle Entwicklung an

“Unser Ziel muss es weiterhin sein, eine kontinuierliche, aber maßvolle Weiterentwicklung unter Berücksichtigung der Infrastruktur der Gemeinde im Einklang mit einer gesunden Natur anzustreben“, führte Ralf Baumert an. Mit diesen Themen – dem kommunalen Klimaschutz und der Gemeindeentwicklung – werde sich der Gemeinderat in Bälde im Rahmen einer zweitägigen Klausurtagung beschäftigen.

Was steht laut Bürgermeister Ralf Baumert für das laufende Jahr 2020 sonst noch an?

Bald werde die neue Alu-Brücke über die Aach im Bereich der Kreuzstraße installiert. Das Rathaus soll energetisch ertüchtigt und den Brandschutzvorschriften entsprechend saniert werden. Ebenso die Hardbergschule, die darüber hinaus strukturell digitalisiert werde.

Fortgeführt werden sollen die Planungen für das ehemalige HUPAC-Areal und dessen Erschließung. Wie groß die dort vorgesehene Atemschutzstrecke für die Feuerwehren des Kreises werden wird, und ob und in welchem Umfang es an dieser Stelle darüber hinaus ein Feuerwehr-Service-Center für den Kreis geben wird, darüber werde bald der Kreistag entscheiden.

Potential für Baugrundstücke vorhanden

Mit mehr als 200 Nachfragen sei der Bedarf an Baugrundstücken groß, so das Gemeindeoberhaupt. Es gebe Potentialflächen, allerdings ließen sich die Ergebnisse der Verhandlungen mit den Eigentümern noch nicht vorhersagen.

Mit einer Entscheidung des Verkehrsministeriums zur Reaktivierung der Bahnstrecke Etzwilen-Singen sei voraussichtlich im Frühjahr 2021 zu rechnen. Zur Entspannung der Hochwasserproblematik werde die Gemeinde laut Baumert gemeinsam mit der Stadt Singen eine Retentionsfläche an der Aach schaffen.

Bezüglich des umstrittenen Kiesabbaus im Gewann Dellenhau gehe man von einer Erteilung der Abbau-Genehmigung aus. Man stehe mit den Nachbargemeinden in den Startlöchern, um rechtliche Schritte dagegen einzuleiten.