Der ganze Verein schwelgt noch in Erinnerung an ein bisher einmaliges Erlebnis. Fast genau vor einem Jahr hat der 1. FC Rielasingen-Arlen beim DFB-Pokalspiel gegen Borussia Dortmund das Freiburger Schwarzwald-Stadion mit gut 24 000 Besuchern gefüllt. Gefühlt war der halbe Hegau im Breisgau. Der Tross legte zuvor zeitweise die Bundesstraße zwischen Döggingen und Freiburg lahm. Kürzlich ließ der 1. FC Rielasingen-Arlen mit dem Film "Das Spiel des Lebens" vor hunderten Vereinsmitgliedern im Festsaal der Talwiesenhallen aufleben. Was so unvergesslich war und als einmalig erschien, soll aber keine Eintagsfliege bleiben. Auf dem Weg zu einem weiteren Höhepunkt in Form einer Teilnahme beim Deutschen Fußballpokal hat der 1. FC Rielasingen-Arlen eine erste Hürde genommen und im Südbaden-Pokal den FC Radolfzell auf dessen eigenem Terrain aus dem Weg geräumt.

Baumert im Element

Auch Bürgermeister Ralf Baumert, gerade aus dem Urlaub zurückgekommen, fieberte kräftig mit . "Schauspieler", so rief er wütend in Richtung eines Radolfzeller Spielers, als der nach Baumerts Empfinden viel zu theatralisch zu Boden gesunken war. Erinnerungen wurden wach, als Baumert genauso wie andere hunderte Fans des 1. FC Rielasingen-Arlen Herzrasen verspürte, als die Spannung bei einem nicht enden wollenden Spiel gegen den Bahlinger SC auf der Talwiese kaum zu ertragen war. Der Erfolg schaffte erst die Voraussetzung dafür, dass der 1. FC Rielasingen-Arlen das große Los Borussia Dortmund ziehen konnte. Vereinschef Peter Dreide unterbrach seinen Urlaub, um live in Radolfzell das Team zu unterstützen. Und Andreas Specht, der in Fernseh-Kochshows gerne mit markigen Sprüchen weitere Auftritte sichert, forderte lauthals eine Gelbe Karte für einen Radolfzeller Spieler – mit Erfolg. Träumen von einem weiteren großen Coup ist erlaubt. Wenn auch Oliver Ley als Marketing-Mann des 1. FC Rielasingen-Arlen, zu bedenken gibt: "Es muss viel passen. Und es braucht eine gehörige Portion Glück."

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