Reichenau (toz) Roland Müller von der RM Solar GmbH ist sich sicher: „Der Photovoltaik gehört die Zukunft.“ Und so wie er denken immer mehr Menschen in Deutschland. Der Markt für Photovoltaik (PV) boomt schon länger. Und: „Durch die Energiekrise hat der Markt noch einmal einen kräftigen Schub bekommen“, erklärt der Geschäftsführer des in der Gemeinde Reichenau ansässigen Unternehmens. Entsprechend sei auch sein 2004 gegründeter Betrieb kräftig gewachsen. Allein im vergangenen Jahr habe er rund 300 PV-Anlagen gebaut, die Zahl der Mitarbeiter sei um 15 auf 25 gestiegen. Und er gehe von weiterem Wachstum aus, so Müller. „500 Anlagen pro Jahr ist mein Ziel.“

Bild 1: Neubau rmSolar GmbH Reichenau: Die Zukunft im Zeichen der Sonne

Passend zu dieser Entwicklung hat Roland Müller nun in eineinhalbjähriger Bauzeit ein neues Betriebsgebäude mit Büros und Lager im Gewerbegebiet Göldern errichten lassen – aber kein gewöhnliches, sondern ein ganz besonderes, wie der Geschäftsführer erklärt. „Es ist ein solarelektrisches Gebäude. Mit dem neuen Gebäude haben wir die Möglichkeit, den Kunden unsere Leistungen in einem optimalen Umfeld zu präsentieren.“ Auf dem Dach gibt es natürlich PV-Module, dies nutze er als Showroom. „Da kann ich auch immer wieder ein innovatives Modul aufstellen. Der Markt ändert sich“, so Müller. Doch: „Eigentlich ist das ganze Haus ein Showroom.“ In alle vier Hausfassaden sind PV-Module integriert – auch an der Nordseite, wo der Eingang ist. Denn wenn morgens die Sonne aufgehe, strahle sie auch dorthin, hat Müller im Sommer beobachtet. Insgesamt rechnet er damit, dass er so selbst rund 120.000 Kilowattstunden (KWh) Strom jährlich erzeugen könne – und damit seinen kompletten Stromverbrauch decken. Die Anlage in den Fassaden und auf dem Dach hat zusammen 135 KWh.

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Zum einen fließe der hausgemachte Strom in die Infrarotheizung des Gebäudes. Die flachen Heizkörper sind an den Decken der Räume installiert. Weil es ein Neubau sei, habe er sich für diese Heizvariante entschieden. Gerade in Bestandsbauten seien auch Wärmepumpen sehr gut geeignet, erklärt der Fachmann. Für die Erwärmung des Brauchwassers im neuen Gebäude habe er so auch einen Ökoboiler mit integrierter Wärmepumpe. Zudem sei das Gebäude nach KfW-55-Standard isoliert. Der selbst erzeugte Strom versorgt auch die komplette Elektrik im Haus. Und zudem hat Müller drei Ladesäulen für Elektroautos an Stellplätzen installiert. Drei solche Fahrzeuge habe er bereits und er wolle seinen Fuhrpark nach und nach weiter auf Elektrisch umstellen und entsprechend auch noch weitere Ladestationen aufstellen. Und schließlich gebe es im Gebäude einen Technikraum mit Batteriespeicher für Strom, der gerade nicht gebraucht werde. Oberstes Ziel sei es, so Müller, das Gebäude unter wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten optimal zu betreiben. Das neue Betriebsgebäude präsentiert damit das, was Müller auch seinen Kunden empfiehlt und was von diesen stark nachgefragt sei. „Die Steuerung des Stroms in die verschiedenen Sektoren wie Heizung, Elektrik oder Ladesäulen ist die Kunst. Das ist entscheidend, meiner Meinung nach.“ Entsprechende Software-Systeme würden dafür sorgen, dass der erzeugte Strom eben dorthin fließe im Haus, wo er gerade gebraucht werde oder gespeichert werden könne. Denn das sei weit rentabler, als den selbst erzeugten Strom ins öffentliche Netz einzuspeisen. Dafür gebe es aktuell gerade mal 6,5 Cent pro KWh, erklärt Müller. Und wenn man dann später wieder Strom kaufen müsse, wenn man diesen benötigt, zahle man die hohen Strompreise – bis zu 70 Cent pro KWh. PV-Anlagen seien zwar teurer geworden, aber mit der Sektorenkopplung könnten sie auch mehr leisten als noch vor ein paar Jahren – und seien eben rentabler.

Bild 3: Neubau rmSolar GmbH Reichenau: Die Zukunft im Zeichen der Sonne
Richtige Planung wichtig

Bei seinen Aufträgen handele es sich zu 80 bis 90 Prozent um Bestandshäuser, berichtet Müller. „Meiner Meinung nach kann man fast alle Dächer bebauen. Es muss nur richtig geplant sein.“ Angesichts der großen Nachfrage und gelegentlicher Engpässe am Markt sei das schon eine Herausforderung, genug Material und Fachpersonal für Elektrik und Dachbau zu bekommen. Wichtig sei es für ihn dabei, das Material frühzeitig zu bestellen und genügend Lagerkapazitäten zu haben. Lagerflächen habe er aktuell andernorts in Göldern und in Konstanz – und er werde wohl weitere benötigen.

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Die Pläne für das dreistöckige Gebäude mit rund 800 Quadratmetern Nutzfläche machte das Konstanzer Büro D’Aloisio Architekten, so Müller. Errichtet wurde der Neubau von der i+RB Industrie- & Gewerbebau. Das Auftragsvolumen an den Generalunternehmer betrage 1,8 Millionen Euro.

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RM Solar bietet nach Angaben auf der Homepage komplette Solarsysteme mit intelligentem Stromspeicher aus einer Hand. Man baue und montiere im größeren Umkreis hochwertige PV-Anlagen für unterschiedlichste Dach- und Fassadensysteme. Dabei verwende man Produkte namhafter Hersteller und von Marktführern und habe durch die langjährige Erfahrung gute Branchenkontakte, von denen die Kunden profitieren würden. Dabei begleite man die Kunden von der Idee bis zur Inbetriebnahme des PV-Systems. Der Komplettservice reiche von der Objektbesichtigung und herstellerunabhängigen Beratung über eine detaillierte Angebotserstellung und transparente Planung bis zur professionellen Installation und Inbetriebnahme des neuen Solarsystems. Außerdem biete man eine Anlagenüberwachung und regelmäßige Wartung an. Seit Juli 2022 gibt es auch eine Niederlassung in Gottlieben in der Schweiz.

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Wellness-Institut zieht mit ein

Ins neue Betriebsgebäude in Göldern ziehen zudem seine Frau Varvara Müller und deren Partnerin Hristina Sarikcioglu mit ihrem Kosmetik- und Wellness-Institut Panta Rhei Beauty & Spa ein, so Roland Müller. Hristina Sarikcioglu erklärt, gemäß der Formel des griechischen Philosophen Heraklit, Panta Rhei – alles fließt, brächten sie die natürliche und schöne Ausstrahlung der Kunden zum Ausdruck und dessen Lebensenergie zum Fließen. „In unseren Beauty- und Wellnessanwendungen benutzen wir Hautpflege der neuen Generation. Feinmolekulare Kosmetik, die das Beste aus der Natur und Wissenschaft vereint.“ Es gehe darum. das Selbstwertgefühl der Kunden zu steigern und deren eigene Individualität zu bewahren. Eröffnung im neuen Gebäude sei am Montag, 10.¦Oktober. Und aus diesem Anlass gebe es bis Ende November eine besondere Aktion zum Sonderpreis, so Hristina Sarikcioglu. „Unsere Haut wird täglich durch negative Umwelteinflüsse wie Feinstaub, UV-Strahlung oder eine ungesunde Lebensweise angegriffen und nachhaltig geschädigt. Die Lösung: Unser Rescue Skin Treatment! In dieser Behandlung revitalisieren wir die Haut enorm. Sie bekommt ein frisches, lebendiges Aussehen und gewinnt an Widerstandskraft gegen oxidativen Stress.“

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