Die Schulsozialarbeit an der Walahfrid-Strabo-Schule auf der Insel Reichenau und der Grundschule in der Waldsiedlung wird zu einer Dauereinrichtung. Und die nun unbefristete Stelle wird weiterhin mit der Diplom-Sozialpädagogin Annette Kahle besetzt. Das hat der Gemeinderat auf Empfehlung der Schulleiterinnen Cordula Büchle (Insel) und Stefanie Ball sowie der Verwaltung beschlossen. Die Schulsozialarbeit war im April 2019 zunächst befristet auf zwei Jahre eingeführt worden. Kahle ist in beiden Schulen seither tageweise tätig und hatte zudem noch eine Schülerbetreuung für Flüchtlingskinder aufgebaut und übernommen.

Positive Persönlichkeitsentwicklung als Ziel

Kahle hatte zuvor in der Sitzung über ihre vielseitige Arbeit berichtet. Generell gehe es darum, Schüler, Lehrer und Eltern zu unterstützen. Bei den Schülern gehe es um soziales Lernen, eine positive Persönlichkeitsentwicklung und um das frühzeitige Erkennen von Problemlagen.

Sie unterstütze zum Beispiel die Pausenaufsicht, wobei kleinere Konflikte sofort aufgegriffen und gelöst werden könnten. Sie mache ein Gesprächsangebot in ihrem Büro, was die Schüler gern nutzen würden. Sie unterstütze Schüler mit Schwierigkeiten, habe auch Nachhilfekräfte organisiert. In Spielen oder Projekten gehe es um Themen wie Rücksichtnahme, Konzentration oder Regeln des Umgangs miteinander. „Das müssen die Kinder immer wieder lernen“, so Kahle. Büchle sagte: „Wir haben eine kompetente, motivierte Fachkraft gewonnen.“ Annette Kahle entlaste die Arbeit der Lehrkräfte erheblich und sei beliebt bei allen.

Breite Unterstützung im Gemeinderat für die neue Stelle

Loreen Ratzek (Freie Liste Natur) sprach sich ausdrücklich für eine unbefristete Stelle aus, ebenso Sandra Graßl-Caluk (SPD) und Britta Sauer-Böhm (Freie Wähler). Letztere merkte aber auch an, dass der Gemeinderat in den anstehenden Haushaltsberatungen genau abwägen müsse, wofür Geld ausgegeben werde. Ralf Blum (CDU) meinte, die Finanzierung von Schulsozialarbeit wäre eigentlich Ländersache.