Mit Corona-bedingter Verspätung hat die Reichenauer Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) ein erfolgreiches Jahr 2019 bilanziert. In Kooperation mit Ehrenamtlichen aus Allensbach werde immer mehr Kindern das Schwimmen beigebracht und diese würden weiter trainiert, berichteten der Vorsitzende Joachim Ostheim und die technische Leiterin Dina Dahlhaus bei der schwach besuchten Mitgliederversammlung in der Inselhalle.

Mitgliederzahl steigt

Und dies, obwohl die Mitgliederzahl nach einem stärkeren Anstieg im Jahr 2018 noch einmal leicht zugenommen hat auf aktuell 220. Aber Ostheim erklärte, dass Kinder auch öfter nur wegen Kursen angemeldet und danach gleich wieder abgemeldet würden.

Der Satzung nicht gerecht

Ostheim fügte allerdings an, dass der Ortsgruppe immer noch eine breite Basis an Rettungsschwimmern und Bootsführern fehle. „Es wäre schön, wenn wir daran etwas ändern können“, sagte der Vorsitzende. Doch wegen Corona werde das noch schwieriger. Daher könne man den satzungsgemäßen Aufgaben von Wasserrettung und Wachdienst nur bedingt nachkommen. Dies mache man vor allem bei Veranstaltungen wie dem Gundelerennen, aber sonst zusammen mit den Allensbachern. Insgesamt habe die Ortsgruppe im Jahr 2019 aber mit 1845,5 Stunden deutlich mehr geleistet als im Vorjahr (1038). Dies liege vor allem an Arbeitseinsätzen für eine Besenbeiz beim Jubiläum des Narrenvereins Grundel.

Große Nachfrage nach Schwimmkursen

Dina Dahlhaus berichtete, dass die Kurse gerade bei Schwimmanfängern immer größer geworden seien. Von anfänglich vier bis fünf gebe es nun bereits acht Kurse. Zuletzt habe man 245 Schüler betreut. Und viele Kinder und Jugendliche würden danach für weitere Prüfungen trainieren. „Unser Ziel ist es, eine Jugend aufzubauen“, so Dahlhaus. Unter der Leitung von Bürgermeister Wolfgang Zoll bestätigten die Mitglieder den Vorstand. Neben Ostheim, Häringer und Dahlhaus gehört dazu Vize-Vorsitzender (und Schriftführer) Rico Scheiter, der zuvor ein Jahr kommissarisch im Amt war.