Die vierte Corona-Welle schwappt mittlerweile auch über die Ufer der Reichenau. Bürgermeister Wolfgang Zoll erklärt, es gebe 33 akut infizierte Einwohner (Stand: 23. November, 12 Uhr), 18 davon seien innerhalb der vergangenen sieben Tage neu dazugekommen. Hochgerechnet auf 100.000 Einwohner entspricht dies einer Inzidenz von rund 340.

Ein paar Tage zuvor hatte es noch schlechter ausgesehen: Am Freitag, 19. November, hatte es 38 akut Infizierte gegeben, wovon 27 innerhalb einer Woche neu dazu gekommen waren – das entsprach einer Inzidenz von circa 510. Der Bürgermeister erklärt, dies sei hauptsächlich auf einen Ausbruch innerhalb einer Familie zurückzuführen, die Tendenz sei momentan leicht sinkend.

„Corona-Situation ist sehr ernst“

Dennoch betont Zoll: „Es ist klar, dass die vierte Welle läuft. Die Corona-Situation ist aufgrund der Zahlen sehr ernst.“ Es müssten bereits wieder Veranstaltungen abgesagt werden. Er appelliert an alle – auch an Geimpfte und Genesene – Abstände einzuhalten, auf Hygieneregeln zu achten und Kontakte zu vermeiden, so weit es möglich sei.

Die Verwaltung habe zwei Impftermine mit dem mobilen Impfteam organisiert: am 9. und am 21. Dezember. Für beide seien bereits alle Termine vergeben worden. Es bringe daher nichts, wenn Bürger weiter bei der Verwaltung anrufen würden. Und man könne auch nicht einfach ohne Anmeldung kommen. Doch Bürgermeister Zoll verspricht: „Wir bemühen uns, einen weiteren Impftermin abzumachen.“

Neues Testangebot direkt im Rathaus

Und die Gemeinde wolle auch wieder ein Testzentrum einrichten, so Zoll, weil das Testen wieder an Bedeutung gewinne. Die Verwaltung sei hierfür in Gesprächen mit dem professionellen Anbieter, der im Frühjahr und Sommer das Testzentrum auf dem Parkplatz Oberzell betrieben hat.

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Das neue Testangebot sei im Rathaus geplant: im Westflügel im unteren Musiksaal und darüber im neuen Sitzungssaal. Das Angebot solle es möglichst ab Dezember geben, so Zoll. Unabhängig davon lasse die Gemeinde bereits in den Schulen und den Kindergärten testen.