Im Ortsbauamt der Gemeinde Reichenau ist der Wechsel in der Leitung nun geregelt. Der Gemeinderat hat in nicht-öffentlicher Sitzung die bisherige Stellvertreterin Bettina Grathwohl zur neuen Amtsleiterin gewählt. Die 39-Jährige tritt die Nachfolge der ausscheidenden Petra Eisenbarth am 1. Juli an. Grathwohl ist Architektin und seit Januar 2016 bei der Gemeinde im Ortsbauamt als Stellvertreterin tätig. Ihr Schwerpunkt war bisher der Hoch- und Tiefbau.

Bürgermeister Wolfgang Zoll sagt, Grathwohls Wechsel nun in die Leitung sei absolut gerechtfertigt: „Sie hat bisher gute Arbeit geleistet.“ Grathwohl habe einige große Baustellen in der Gemeinde überzeugend betreut, erklärt Zoll, so unter anderem den Neubau des Strandbads oder aktuell den Umbau des Hauses Keller zu einem Café. Die wohl größte Herausforderung bisher sei wohl die Sanierung des Westflügels des Rathauses gewesen. Bei dieser komplexen Aufgabe habe Grathwohl es auch sehr gut verstanden, mit allen Beteiligten zu kommunizieren.

Eine aktuelle Baustelle, die Bettina Grathwohl betreut, ist der Umbau des früheren Ladens am Kloster (hinten) zu einem Café.
Eine aktuelle Baustelle, die Bettina Grathwohl betreut, ist der Umbau des früheren Ladens am Kloster (hinten) zu einem Café. | Bild: Zoch, Thomas

Grathwohl erklärt, sie habe jetzt viereinhalb Jahre Einblick in alle Bereiche des Bauamts bekommen: „Das ist ein anspruchsvolles und interessantes Tätigkeitsfeld, was mich motiviert, meine berufliche Zukunft darin zu sehen. Ich möchte aktiv die Entwicklung der Gemeinde begleiten und meine 14 Jahre Berufserfahrung einbringen.“ Eines ihrer Grundziele, die sie sich setze, sei es, dass die Maßgaben in Bebauungsplänen und im Entwicklungskonzept weiter gelebt würden und dass man das Erscheinungsbild bewahre: Dafür will ich mich einsetzen.“ Hierzu gehöre auch der Denkmal- und Naturschutz und die Bewahrung des Weltkulturerbes. Bauvorhaben müssten entsprechend gelenkt werden, damit es keine großen Konflikte gebe.

Große anstehende Aufgaben seien die Sanierung des Südflügels des Rathauses und von Schloss Königsegg sowie natürlich das Neubaugebiet Lindenbühl-West. „Das ist eine große Chance für die Gemeinde, die man behutsam und mit Bedacht entwickeln muss“, meint Grathwohl. Da gelte es eine Dichte der Bebauung zu finden, die sich in die angrenzende bestehende Bebauung gut einfüge.

Position der Stellvertretung wird bald ausgeschrieben

Als Amtsleiterin werde sie natürlich alles verantworten, was das Bauamt betreffe, so Grathwohl. Dazu gehören aktuell 16 Mitarbeiter (inklusive Bauhof), städtebauliche Belange, Hoch- und Tiefbau, Abwasser, Trinkwasser sowie die Zusammenarbeit mit Gemeinderat, Behörden und anderen Kommunen. Ein Schwerpunkt werde aber der Hoch- und Tiefbau bleiben, denkt Grathwohl.

Dies meint auch der Bürgermeister, der erklärt, man werde jetzt die Position der Stellvertretung bald ausschreiben und dabei eine neue Kraft suchen, die den Verwaltungsbereich abdeckt, was bisher die Leiterin Eisenbarth gemacht hat.

Jetzt wieder verfügbar: die Digitale Zeitung mit dem neuen iPad und 0 €* Zuzahlung

*SÜDKURIER Digital inkl. Digitaler Zeitung und unbegrenztem Zugang zu allen Inhalten und Services auf SÜDKURIER Online für 34,99 €/Monat und ein iPad 10,2“ (32 GB, WiFi) für 0 €. Mindestlaufzeit 24 Monate. Das Angebot ist gültig bis zum 12.07.2020 und gilt nur, solange der Vorrat reicht. Ein Angebot der SÜDKURIER GmbH, Medienhaus, Max-Stromeyer-Straße 178, 78467 Konstanz.