„Menschen mit einem intakten und robusten Immunsystem werden unabhängig von ihrem Alter die Krise besser oder gefahrloser überstehen“, erklärt Heilpraktikerin Margit Krämer.

Sie habe dazu ein ganzheitliches Programm mit Elementen aus der traditionellen chinesischen Medizin (TCM), Qi Gong, Ernährung und Osteopathie entwickelt, so die seit 30 Jahren praktizierende Fachfrau. Und vieles davon könne man auch selbst zu Hause machen. Bei Krämers ganzheitlichem Ansatz geht es zunächst um den Kopf. „Unser Denken beeinflusst sehr stark unser Immunsystem.“

Übungen gegen den Stress

Ängste oder Unsicherheit wie in der aktuellen Krise würden Stresshormone im Körper auslösen. Dadurch zögen sich die Gefäße zusammen, man könne nicht mehr klar denken, es entstehe ein Gefühl der Gefahr.

Um diese Ängste zu stoppen empfiehlt Margit Krämer Meditation, Atemübungen, Qi Gong oder Yoga. Eine einfache Atemübung gehe so: Man lege die Hand auf Bauch und Brust, schließe die Augen, beobachte den eigenen Atem und sage sich in Gedanken: Ich atme ein, ich atme aus.

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Um das Gedankenkarussell im Kopf anzuhalten könne man seine Gedanken sortieren: Man stelle sich zwei schöne Körbe links und rechts des Körpers vor. In den linken kommen die unschönen Gedanken über die Vergangenheit und verpasstes Soziallleben, in den rechten schöne Gedanken mit Plänen für die Zukunft. Um Glückshormone zu erzeugen, könne man sich auch selbst loben – auch für Kleinigkeiten.

Suppe für die Gesundheit

Ganz wichtig für das Immunsystem sei eine gesunde Ernährung mit frischen Zutaten, so Margit Krämer. Dafür empfehle sie unter anderem eine Powersuppe aus der TCM: Man nehme zwei Hähnchenschlegel oder ein Suppenhuhn, Suppengrün wie Möhren, Lauch, Zwiebel, Sellerie, Petersilie, Ingwer, zwei bis drei Liter Wasser, lasse alles lange köcheln und würze mit Salz, Pfeffer und Muskat. Täglich solle man morgens und abends eine Tasse davon trinken.

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Da nicht jeder Hühnerbrühe mag, habe sie auch ein Rezept für Veganer. Hierfür brauche man Kartoffeln, Karotten, Kohlrabi, Lauch, Paprika, Brokkoli, Zwiebeln, Ingwer und je nach Jahreszeit Mangold oder Spinat. Alles klein schneiden und in Wasser kochen, danach pürieren und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Auch davon solle man morgens und abends eine Tasse trinken.

Gemischter Kräutertee

Als weiteres Getränk empfiehlt Margit Krämer den Milz-Qi-Mangel-Tee. Die Kräutermischung, die es auch in der Reichenauer Pirmin-Apotheke gebe, bestehe aus 24 Gramm Fenchelsamen, je acht Gramm Kümmel und Sternanis sowie je sechs Gramm Pfefferminze, Schafgarbe und Süßholz. Drei bis vier Teelöffel davon nehme man für einen halben Liter Wasser, 20 Minuten köcheln und warm trinken.