Gestrichen werden unter anderem die Verbote, schwarzen Kunststein, Gips, Glas, Emaille, Porzellan oder Kunststoffe zu verwenden. Gleiches gilt für Farbanstriche auf Grabsteinen sowie in Zement aufgesetzter figürlicher oder ornamentaler Schmuck. Auch bei der Urnenwand soll es mehr Freiräume geben, so Hauptamtsleiter Mario Streib. Das erzeuge mehr Vielfalt und mache die gesamte Anlage schöner. Grundsätzlich müsse die Gestaltung der Gräber aber der Würde des Friedhofs entsprechen, betonte Streib, man könne nicht alles zulassen. Aber: „Wir möchten die Gestaltung der Gräber weiter fassen, um der Trauerbewältigung Rechnung zu tragen.“ Dieses Thema sei bisher in der Satzung nicht berücksichtigt.

Strenger gefasst wird die Regelung bei den neu eingeführten Bestattungsformen: den Urnenstelen und dem Rasenurnenfeld. Diese sollen grundsätzlich – außer zu besonderen Anlässen – von Blumen, Vasen oder Schmuck frei bleiben, erklärte Streib. Auf den Stelen könnten sie für Schäden sorgen. Grabschmuck könne vor den Stelen und beim Rasenfeld, das naturnah bleiben solle, an einem Gedenkstein abgelegt werden. Wer das Grab mehr gestalten wolle, könne eine andere Bestattungsform wählen, meinte Streib.

Stefan Schmidt (Freie Wähler) fragte, wie man Auswüchse vermeiden wolle. Streib versprach auf die Leute zuzugehen, wenn sie die Würde des Friedhofs überschreiten würden. Laut Gabriel Henkes (Freie Liste Natur) müsse im Einzelfall die Allgemeinheit bei der Gestaltung auch mal etwas aushalten. Britta Sauer-Böhm (FW) fügte an, in Konstanz sei der Friedhof schon viel multikultureller gestaltet. Sie wünsche sich das auch in der Waldsiedlung. Ralf Blum (CDU) regte an, noch etwas mehr zuzulassen. Bürgermeister Wolfgang Zoll sagte: „Wir gehen sukzessive vor.“