Der Rahmen in der neuen Vinothek des Winzervereins war passend gewählt. So wie hier historische Bausubstanz saniert und zugleich modern gestaltet worden ist, will auch die Reichenauer CDU einerseits Tradition, Kulturgüter, das Landschaftsbild und christliche Werte erhalten, aber auch eine behutsame Entwicklung möglich machen von Tourismus, Gartenbau, Wohnungsbau und Gewerbe.

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Politische Weinprobe trifft auf große Resonanz

So kann man den Wahlkampfflyer und die Wortbeiträge bei der zentralen CDU-Veranstaltung auf der Insel kurz zusammenfassen. Und die Idee einer politischen Weinprobe traf auf große Resonanz. Rund 50 Bürger ließen sich die Reichenauer Weine schmecken, die Manfred Krämer vom Winzerverein auf launige Art anpries, und spendeten viel Applaus für die Aussagen der Bewerber.



„Es ist alles mühsam und langsam. Kommunalpolitik ist eine zähe Sache.“

Ralf Blum, seit 25 Jahren im Gemeinderat

Der CDU-Vorsitzende und Kandidat Meinrad Wehrle erklärte, bisher prallten unterschiedliche Interessen aufeinander, doch es gelte Akzeptanz untereinander zu schaffen. „Es muss eigentlich ein großes Miteinander sein.“ Und Kandidat Stefan Keller meinte zu seiner Motivation: „Man kann ja nicht immer nur schimpfen, das könnte man besser machen.“ Ralf Blum dagegen, seit 25 Jahren im Gemeinderat, erklärte aus Erfahrung. „Es ist alles mühsam und langsam. Kommunalpolitik ist eine zähe Sache.“

Nicht nur zu großen Projekten wird diskutiert

Das betrifft nicht nur große Projekte wie etwa die Erneuerung des Yachthafens, die eine Ratsmehrheit aus finanziellen Gründen auf die lange Bank schiebt. Touristische Eigenbetriebe und wirtschaftlicher orientierte Politik könnten dies ermöglichen, meinten Blum, Berndt Wagner und Michael Huber.

Auch ein Thema wie die Straßenbeleuchtung sorgte für Diskussionen in der Vinothek. Manche Bürger wollen mehr, andere nicht. Und natürlich das Dauerthema Wohnungsbau. Die soziale Variante im Lindenbühl oder dem Bauhofareal will auch die CDU fördern.

Aber bei den privaten Bauanfragen, so Blum und Huber, gehe es bei den Betroffenen nur um die eigenen Interessen und der Gemeinde um die Allgemeinheit und den Erhalt des Charakters der Insel.