Dieser Schuss ist sozusagen nach hinten losgegangen. Drei Reichenauer Grundstückseigentümer hatten eine Normenkontrollklage gegen den bereits rechtskräftigen Bebauungsplan Melcherleshorn II eingereicht.

Und der Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat dann auch tatsächlich den Bebauungsplan aufgehoben. Allerdings liege mittlerweile die Urteilsbegründung vor, so Bürgermeister Wolfgang Zoll, und darin werde die Gemeinde im entscheidenden Punkt bestätigt.

„Der Grund ist Konkretisierungsbedarf“

Denn der VGH habe festgestellt, dass die von den Eigentümern geplanten Bauvorhaben im Außenbereich seien, wo nicht gebaut werden dürfe. „Da werden wir natürlich keine Baufenster vorsehen.“ Aufgehoben habe der VGH den Plan dagegen wegen einer fehlenden Bestimmtheit bei einigen örtlichen Bauvorschriften.
„Der Grund ist Konkretisierungsbedarf“, so Zoll, es gehe zum Beispiel um die Festlegung von Gebäudehöhen bezogen auf umliegende Straßen.

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Baugesuch eingereicht und abgelehnt

Einer der Grundstückseigentümer hat nun erneut das Baugesuch eingereicht, das vor einigen Jahren für die Gemeinde der Auslöser war, den Bebauungsplan aufzustellen. Dabei geht es um Pläne für vier Zweifamilienhäuser auf einer Fläche, wo bisher Gewächshäuser stehen.

Der Gemeinderat hat dies wieder abgelehnt. Der Bürgermeister erklärte, die Gemeinde werde nun den Bebauungsplan mit den geforderten konkreteren Angaben entweder komplett neu aufstellen oder in einem ergänzenden Verfahren entsprechend ändern. „Das Endergebnis ist dann eher noch eine Verschärfung der örtlichen Bauvorschriften„, meinte Zoll.