Anwohner im nordwestlichen Teil der Reichenauer Waldsiedlung klagen über Dreck und Lärm durch die Tunnelbaustelle direkt gegenüber an der B 33.

An trockenen Tagen werde von dort staubige Erde herübergeweht und lagere sich überall ab.

Die zuständige Neubauleitung Singen hat daher die Baufirmen angewiesen, bei Trockenheit nur Schritttempo mit den Baufahrzeugen zu fahren, um weniger Staub aufzuwirbeln, so Projektleiterin Kirsten Martin.

Bild: Zoch, Thomas

Zudem würden die Baustraßen alle zwei Stunden gewässert. Wie Anwohner dem SÜDKURIER erklärten, habe das aber bisher wenig gebracht.

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Dazu erklärte nun Kirsten Martin: „Die am Bau Beteiligten nehmen die Staubbelastung auf der Baustelle sehr ernst und sind bemüht diese zu minimieren. Wir als Auftraggeber beobachten dies und stellen eine Verbesserung fest, seit die Maßnahmen eingeleitet wurden. Dies geschieht seit Ende Juni.“

Außerdem hatten Anwohner geklagt, dass schon morgens um 4 Uhr und bis abends um 22 Uhr Baulärm zu hören sei.

Dazu Martin: „Auf der Baustelle wird von 6 bis circa 20 Uhr gearbeitet, Anlieferungen von Sand und Kies können bis 22 Uhr erfolgen.“

Rund 600 Meter lang ist die Baugrube für den Tunnel bei der Waldsiedlung. Weil es bei den Bauarbeiten an trockenen Tagen zu einer stärkeren Staubentwiclung gekommen ist, werden die Wege regelmäßig bewässert, so Projektleiterin Kirsten Martin von der Neunauleitung Singen.
Rund 600 Meter lang ist die Baugrube für den Tunnel bei der Waldsiedlung. Weil es bei den Bauarbeiten an trockenen Tagen zu einer stärkeren Staubentwiclung gekommen ist, werden die Wege regelmäßig bewässert, so Projektleiterin Kirsten Martin von der Neunauleitung Singen. | Bild: Zoch, Thomas

Nur als die Temperaturen deutlich über 30 Grad waren, sei teilweise bereits ab 5 Uhr gearbeitet worden. Könnte eine Lärmschutzwand helfen, die dann neben dem Lärm auch einen Teil des Drecks aufhalten könnte?

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Dazu erklärte Martin, dass in diesem Bereich bei der Kreuzung zur Waldsiedlung lediglich ein Bauzaun mit Sichtschutz aufgestellt werde. „Da keine Nachtarbeiten geplant sind, wird davon abgesehen, eine Lärmschutzwand aufzustellen“, so die Projektleiterin.

Die Belastung bleibt

Für die Waldsiedler sind die ergriffenen Maßnahmen ein schwacher Trost. Sie werden wohl weiter mit der Belastung leben müssen, wenn nicht Zusätzliches unternommen wird.

Und sie können nur auf Regen hoffen – dann weht wenigstens kein Staub in ihre Gärten und Häuser.

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