Diesen Blick auf Bühne, Technik und Instrumente bekommen nur wenige: Zehn SÜDKURIER-Leser und ihre Begleitungen durften vor den Benefizkonzert der Bundeswehr Big Band am Konzertsegel einen Blick hinter die Kulissen werfen und wurden vom Tourmanager, dem Stabskapitänleutnant Johannes Langendorf, nicht nur hinter und auf die Showbühne geführt, sondern auch über viele Hintergründe informiert. Auch Oberbürgermeister Simon Gröger ließ es sich nicht nehmen, an der Führung teilzunehmen.

Auftritte führen die Band auch ins Ausland

Johannes Langendorf informierte sachkundig und kurzweilig über die riesige Logistik, welche die 35 Open Air- und 30 Indoor-Auftritte der Big Band in jedem Jahr fordert. Vom Standort Euskirchen geht es durch ganz Deutschland, aber auch in die USA, in den Kosovo und in diesem Jahr sogar nach Kenia.

Mit vier Sattelschleppern ist das Show- und Tanzorchester mit 25 Musikern und weiteren 45 Mitarbeitern in den meisten Fällen unterwegs, das seit 50 Jahren ohne Gage spielt und mit ihren Auftritten schon über 20 Millionen Euro für soziale Zwecke gesammelt hat. Im Vordergrund stehen darüber hinaus der Imagegewinn für die Bundeswehr und der aktive Kontakt zur Bevölkerung.

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Dabei durften sich die Führungsteilnehmer auch durch den schmalen Gang hinter der gigantischen LED-Wand der Showbühne mit ihren tausenden kleinen Lichtern und Kabeln und zwischen den Instrumenten-Containern entlang tasten. Auf der 18 mal zwölf mal zehn Meter riesigen Bühne stehend konnten sie im Anschluss hinab blicken auf das sich sammelnde Publikum, statt von unten hinauf zu schauen.

Die Instrumentenreihen von Saxofonen, Posaunen und Trompeten waren aufgebaut, Kontrabass, Keyboard, Schlagzeug, Gitarre und Akkordeon standen schon für das Konzert bereit, für das alle Titel eigens für die Big Band geschrieben oder arrangiert werden.

Auf der Bühne statt im Publikum: Die Gewinner dürfen bei der Führung auch dort stehen, wo später die Musiker stehen.
Auf der Bühne statt im Publikum: Die Gewinner dürfen bei der Führung auch dort stehen, wo später die Musiker stehen. | Bild: Veronika Pantel

Moderne Unterhaltungsmusik, kein Appell

Dabei ging Johannes Langendorf auch auf die Fragen der Teilnehmer ein. „Nein, wir spielen nicht auf dem roten Teppich vor dem Kanzleramt“, erläuterte er so. „Wir haben den Auftrag, moderne Unterhaltungsmusik nach dem Vorbild von Glenn Miller zu machen.“ Die Musiker seien handverlesen und würden nach einem Casting ausgewählt. Und sie müssten eine soldatische Ausbildung absolvieren. Danach seien sie zunächst Zeitsoldaten, aber viele wechseln später ins Berufssoldatentum.

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