Ab Montag findet für Schüler bestimmter Jahrgangsstufen wieder Präsenzunterricht in ihrer Schule statt. Hintergrund ist ein Erlass, den die baden-württembergischen Landesregierung jetzt verabschiedet hat.

400 BSZ-Schüler betroffen

Das hat auch Auswirkungen auf den Schulbetrieb des Berufsschulzentrums (BSZ) in Radolfzell. Dort werden ab Montag wieder rund 400 Schüler den Campus und die Gebäude bevölkern. Das entspricht rund einem Drittel der Berufsschüler, die zu regulären Zeiten dort anzutreffen sind.

Zugelassen zu dem Präsenzunterricht sind laut dem Erlass nur die Schüler der jeweiligen Abschlussklassen. Im Berufsschulzentrum sind das etliche. Sie verteilen sich auf die drei Berufsschulen und die verschiedenen Schulabschlüsse, die hier absolviert werden können.

Zwei Gruppen pro Klasse

Für die Schüler und Lehrer an der Einrichtung wird sich der Alltag nun wieder verändern. Immerhin wurde seit dem 16. Dezember am Berufschulzentrum kein Schüler mehr vor Ort unterrichtet. „Für die Lehrer ist das eine große Herausforderung. Sie müssen demnächst wieder Präsenz- und Fernunterricht mischen“, erklärt der stellvertretende Schulleiter Michael Janowicz die Problematik.

Das gilt natürlich auch für die Schüler. Die Klassen werden in zwei Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe hat abwechselnd eine Woche Präsenzunterricht und anschließend eine Woche Fernunterricht. So ist gewährleistet, dass möglichst wenig Kontakt zwischen den Gruppen entsteht.

Maßnahmen sorgen für Sicherheit

Um den Kontakt auch in Zeiten des reduzierten Präsenzunterrichtes zu minimieren, werden am BZS gleichzeitig zahlreiche Maßnahmen ergriffen: Wegekonzepte, flexible Pausenzeiten, Sitzpläne für den Fall einer notwendigen Nachverfolgung und die Entzerrung der Anfangs- und Endzeiten sollen für alle Beteiligten mehr Sicherheit bieten. „In der Schule kann man das ganz gut regeln. Entscheidend ist, wie sich die Schüler außerhalb verhalten“, erklärt Schulleiter Markus Zähringer.

An den Fernunterricht haben sich alle Beteiligten nicht nur in den vergangenen Wochen gewöhnt, sondern auch gut eingefunden. „Das ist eigentlich gut gelaufen“, attestiert Markus Zähringer.

„Es muss jetzt schnell gehen“

Mittlerweile hat die Berufsschule auch allen Schülern, die keinen Zugang dazu hatten, ein Tablet zur Verfügung gestellt. Angesichts der verloren gegangenen Zeit gilt es jetzt, die notwendigen Klassenarbeiten zügig nachzuholen. Weil bereits Anfang Mai die Klausuren der Abiturklassen anstehen, „muss es jetzt schnell gehen“, sagt der Schulleiter.

Etwas Gutes kann Markus Zähringer der Situation dann immerhin doch abgewinnen: „Die aktuellen Schüler haben etwas, was die anderen nicht haben – sie haben Krisen-Kompetenz und können sich jetzt besser selbst organisieren“, sagt er.

Unterricht auch in anderen Schulen

Auch an den anderen beiden weiterführenden Schulen in Radolfzell geht es am Montag wieder mit dem eingeschränkten Präsenzunterricht los. Im Friedrich-Hecker-Gymnasium (FHG) werden ab dem 22. Februar die Kursstufen (K1 und K2) in den Wechselbetrieb von Präsenz- und Fernunterricht gehen.

Für alle anderen Klassenstufen findet zunächst weiterhin Fernunterricht nach Stundenplan statt. Und für die Klassenstufen 5 bis 7 wird auch weiter eine Notbetreuung nach den bisherigen Regelungen für die zur Teilnahme berechtigten Schülerinnen und Schüler angeboten.

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An der Gerhard-Thielcke Realschule wird es für die Klassen 5 bis 9 weiterhin ebenfalls Fernunterricht geben. Die Klasse 10 kann in allen Fächern außer Sport unterrichtet werden, auch in Nicht-Prüfungsfächern, allerdings nicht in ganzen Klassen. Dort wird ein Wechselunterricht eingerichtet.