Die Enttäuschung ist Nina Hanstein anzuhören. Nach wochenlanger Planung einer alternativen Veranstaltung in der Vorweihnachtszeit in Radolfzell müssen nun auch die Adventsgassen abgesagt werden.

„Unser eigentlich gutes Konzept und die aktuelle Lagen passen nicht mehr zusammen“, sagt die Geschäftsführerin der Tourismus- und Stadtmarketing Radolfzell GmbH (TSR).

Aktion sollte für mehr Betrieb in der Innenstadt sorgen

Gemeinsam mit der Aktionsgemeinschaft Radolfzell hatte die TSR an einem coronakonformen Konzept gearbeitet, welches als Sonderveranstaltung für weihnachtliche Stimmung und etwas mehr Betrieb in der Innenstadt sorgen sollte.

„Unser eigentlich gutes Konzept und die aktuelle Lagen passen nicht mehr zusammen.“Nina Hanstein, Geschäftsführerin TSR
„Unser eigentlich gutes Konzept und die aktuelle Lagen passen nicht mehr zusammen.“Nina Hanstein, Geschäftsführerin TSR. | Bild: Kuhnle und Knödler

Schließlich könnten beliebte Veranstaltungen wie der Schokoladenmarkt, der Christkindlemarkt und das Adventsdorf in diesem Jahr nicht stattfinden. „Wir sind allerdings die einzigen in der Region, die etwas machen, das hat uns auch Sorgen bereitet“, so Hanstein.

Auch wenn sie der Meinung ist, dass das Konzept dennoch genehmigungsfähig sei. „Die Absage fiel uns nach der intensiven Planung und Vorbereitung sehr schwer.

„Die Absage fiel uns nach der intensiven Planung und Vorbereitung sehr schwer.“Andreas Joos, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft
„Die Absage fiel uns nach der intensiven Planung und Vorbereitung sehr schwer.“Andreas Joos, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft. | Bild: Jarausch, Gerald

Zudem verzeichnet der Radolfzeller Einzelhandel seit Anfang November sinkende Umsätze, weshalb wir gerne mehr für die Belebung der Innenstadt getan hätten“ ergänzt Andreas Joos, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Radolfzell.

Vom Seetorplatz bis zum seemaxx Outlet Center sollten an rund 28 Christkindlemarkt-Hütten regionales und überregionales Kunsthandwerk und Einzelhandel angeboten werden. Für das leibliche Wohl hätten in diesem Jahr die Cafés, Bars und Restaurants vor Ort gesorgt.

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„Diese werden nun aber vermutlich gar nicht geöffnet haben dürfen“, sagt Hanstein am Dienstagvormittag. Welche Richtlinien im Dezember gelten, soll erst am heutigen Mittwoch abschließend geklärt werden.

Da die Adventsgassen eigentlich am 26. November starten sollten, haben sich die Verantwortlichen entschieden, die Veranstaltung bereits vor der neuen Corona-Verordnung abzusagen. „Wir haben den Start-Termin zu Beginn des Teil-Lockdonws zwar intern auf den 3. Dezember nach hinten geschoben, doch ist bis heute keine Besserung in Sicht“, sagt Nina Hanstein.

Vieles wurde geplant und nicht durchgeführt

Grundsätzlich plane man bei der TSR in diesem Jahr alles etwas anders. Man warte mit der Kommunikation nach außen ab, zu instabil sei die Gesamtsituation. Für die Marktbeschicker sei die Absage ebenfalls ein herber Schlag gewesen.

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Nur wenige hätten von sich aus schon Anfang November abgesagt, die meisten hätten sich auf die Adventsgassen gefreut und seien vorbereitet gewesen. Die TSR bereiten nun einen virtuellen Weihnachtsmarkt vor, bei dem die Beschicker ihre Waren online anbieten können.

Was allerdings trotz allem stattfinden soll, ist das Schneeflocken-Gewinnspiel. Jedes der rund 300 Tütchen, gefüllt mit Schneeflocken aus handgemachten Meringen und Losen, gewinnt. Zu den Hauptgewinnen gehören beispielsweise ein E-Scooter oder Gutscheine.

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Der Verkauf beginnt am Samstag, 5. Dezember von 11 bis 14 Uhr (solange das wöchentliche Kontingent reicht) am Stand der Aktionsgemeinschaft in der Seestraße 41. Weitere Termine sind am 12. und 19. Dezember, jeweils von 11 bis 14 Uhr.

Eine besondere Rolle nimmt in diesem Jahr die Dekoration der Innenstadt ein. Der am Montag aufgestellte Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz und die festliche Beleuchtung der Innenstadt sollen für die richtige Adventsstimmung sorgen, sagt Nina Hanstein.