Mit einem Festakt wurde am Sonntag die alte Sporthalle in Güttingen mit einem neuen Namen versehen. In Anlehnung und im Gedenken an den ehemaligen Oberturnwart Berthold Wiggenhauser wurde die Sporthalle jetzt offiziell umbenannt.

Er prägte den Turnverein und die Dorfgemeinschaft

Die Idee dazu reicht drei Jahre zurück. Am 16. Oktober 2019 wäre Wiggenhauser 100 Jahre alt geworden. Der Namenspatron hat in vielfältiger Weise den ortsansässigen Sportverein TV Güttingen und den Ort als Gemeinschaft geprägt. Der 1919 geborene Wiggenhauser trat als Zwölfjähriger in den Turnverein ein und blieb diesem bis zu seinem Tod im Jahr 2012 treu. Er gehörte auch zu jenen Mitgliedern, die die Halle im Jahr 1955 mit viel Eigenleistung errichteten. „Er ist eng mit der Geschichte der Halle verbunden“, stellte Oberbürgermeister Simon Gröger in seinem Redebeitrag fest.

Der offiziellen Festakt zur Namensgebung der alten Sporthalle in Güttingen in Berthold-Wiggenhauser-Halle lockte viele Besucher.
Der offiziellen Festakt zur Namensgebung der alten Sporthalle in Güttingen in Berthold-Wiggenhauser-Halle lockte viele Besucher. | Bild: Jarausch, Gerald

Er ist vielen unvergessen

Als Oberturnwart ist Berthold Wiggenhauser vielen Güttingern in bleibender Erinnerung geblieben, wie die Vereinsvorsitzende Marion Hiller in ihrer Festansprache verdeutlichte. Ein Tamborin war das Markenzeichen des langjährigen Taktgebers im Turnverein.

Seine menschliche Art, jeden sportlich in seinen Fähigkeiten zu stärken, habe Wiggenhauser zu einem Sympathieträger werden lassen, der auch zehn Jahre nach seinem Tod in den Köpfen der Güttinger Bürger geblieben ist. Seine Söhne, die ebenfalls bei dem Festakt zugegen waren, nahmen die Namensgebung der Halle mit Freude zur Kenntnis: „Es macht mich stolz für meinen Vater“, sagte Kuno Wiggenhauser in diesem Zusammenhang.

31 Jahre lang Mitglied im Ortschaftsrat

Neben seinen sportlichen Aktivitäten war Berthold Wiggenhauser auch kommunalpolitisch in der Ortsgemeinschaft tätig. So gehörte er 31 Jahre zum Ortschaftsrat, dem er von 1975 bis 1984 als Ortsvorsteher vorstand. Für diese Tätigkeit wurde er im Jahr 1999 mit dem Ehrenring der Stadt Radolfzell ausgezeichnet.

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Der Anlass der Namensgebung wurde gleichzeitig dazu genutzt, direkt auf dem Platz vor dem Rathaus das Dorffest zu feiern, das in vergangenen zwei Jahren pandemiebedingt ausfallen musste. Mit dem Musikverein Güttingen und den Güttinger Schlossbergmusikanten sorgten gleich zwei Gruppen für die musikalische Unterhaltung des Tages. Ein Bastel- und Spieleprogramm rundete das Angebot ab.