Um Kinder spielerisch an das Thema Vielfalt in der Gesellschaft heranzuführen, bietet die Abteilung Kindertagesbetreuung der Stadtverwaltung acht sogenannte Diversity-Kisten an, die verschiedene Materialien rund um das Thema Diversität beinhalten. Ausgeliehen werden können die Kisten laut einer Mitteilung der Stadtverwaltung von Kindertageseinrichtungen in Radolfzell und den Ortsteilen, aber auch von Vereinen, Familien und interessierten Privatpersonen.

In den Kisten, die von der Erzieherin Joana Blucha für das Projekt „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ der Stadt Radolfzell konzipiert worden seien, befänden sich beispielsweise Spielsachen, Spiele, Zeichenutensilien und Bücher, aber auch Alltagsgegenstände oder Gewürze aus verschiedenen Kulturen, die die Sinne anregen. Die Gegenstände seien so ausgewählt, dass sie den Ausleihenden zwar bekannt seien, aber im Zusammenhang mit der Diversity-Kiste einen neuen Blickwinkel eröffneten.

„Die verschiedenen Materialien in den Diversity-Kisten geben Anregungen dazu, wie sich Kinder auf unterhaltsame und leicht zugängliche Art und Weise mit dem Thema Diversität beschäftigen können. Erreicht werden soll, dass der Nachwuchs Verschiedenheit im Alltag kennen- und zu respektieren lernt. Das trägt zudem dazu bei, dass die Kinder eine eigene Identität entwickeln“, erklärt Bürgermeisterin Monika Laule bei der Vorstellung der Kisten in der Villa Finckh.

Material kann unterschiedlich kombiniert werden

Das vom Bundesfamilienministerium geförderte Programm vermittele Familien erste Einblicke in das System der Kindertagesbetreuung und informiere über die Möglichkeiten der frühen Bildung in Deutschland, wird in der Mitteilung erläutert. Ziel sei es, allen Kindern die gleichen Chancen zu geben, damit sie optimal von früher Bildung und Förderung profitieren könnten.

Die Diversity-Kisten zu unterschiedlichen Oberthemen – etwa kulturelle Vielfalt, Sprachvielfalt und Musik, finanzschwache Haushalte oder Berufsbilder – könnten einzeln ausgeliehen und in der Zusammenstellung variiert werden. Der Einsatz biete sich etwa „für eine Bearbeitung von einzelnen Themen im Team an, um gemeinsam verschiedene Haltungen zu reflektieren und Herangehensweisen für sich zu finden. Aber auch, um sich als einzelne Person selbstständig mit einem Thema zu beschäftigen und zu informieren“, betont Joana Blucha.