So manchen Radler, der am Nikolausdienstag am frühen Morgen auf dem Weg zur Arbeit oder in die Schule unterwegs war, wurde der Tag mit einem kleinen Leckerli versüßt. Denn ab 6.30 Uhr war der Radverkehrskoordinator der Stadt Radolfzell, Kristof Ehrlich, zusammen mit zwei Mitarbeitern des Ordnungsamtes in der Böhringer Straße auf Höhe des Elefantenbrunnens im Einsatz, um Radfahrer für das Licht an ihrem Fahrzeug zu sensibilisieren.

Alle, die dabei mit eingeschalteten Licht unterwegs waren, wurden von dem städtischen Nikolaus mit einem Schokoladenherz belohnt. Alle anderen wiesen Ehrlich und die Mitarbeiter des Ordnungsamtes freundlich darauf hin, dass eine funktionierende Beleuchtung im Verkehr Leben retten kann. Um eine Reparatur oder Anschaffung zu erleichtern, erhielten diese Verkehrsteilnehmer Rabattgutscheine für die Radolfzeller Radfachgeschäfte.

Unfallzahlen steigen im Winter

Entsprechend erfreut reagierten die Radfahrer, als sie in die unverhoffte Kontrolle gerieten. Einige ließen sich von dem Trio allerdings nur ungern aufhalten. Stopps hatten sie offenbar auf ihrem Weg zur Arbeit oder in die Schule nicht eingeplant.

Schokolade und Gutscheine gab es bei der Aktion vom Radverkehrskoordinator Kristof Ehrlich im Nikolausgewand.
Schokolade und Gutscheine gab es bei der Aktion vom Radverkehrskoordinator Kristof Ehrlich im Nikolausgewand. | Bild: Jarausch, Gerald

Die Aktion kam dennoch zum richtigen Zeitpunkt. Denn obwohl im Winter weniger Radler mit dem Fahrrad unterwegs sind, steigen die Unfallzahlen im Vergleich zum Sommer. In Baden-Württemberg erhöhte sich die Zahl der Fahrradunfälle in der ersten Hälfte des Jahres 2022 auf durchschnittlich 31 Unfälle pro Tag, 86 Prozent endeten mit Verletzungen.

Erstmals Aktion in Radolfzell

Daher startete die Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK) die Nikolaus-Aktion, um Radelnde spielerisch für Verkehrssicherheit zu sensibilisieren und zu belohnen.

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Während die Aktion in gesamten Land bereits zum siebten Mal stattfand, war es in Radolfzell die erste dieser Art. Die Stadt ist erst seit April als Mitglied in dem Verein organisiert. Kristof Ehrlich kündigte aber bereits an, dass man ähnliche Anregungen auch in der Zukunft vornehmen wird, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen.