Genauso wie anderen Ortsteilen stellte die Coronapandemie auch der Gemeinde Güttingen bei den Planungen für die Heimattage ein Bein. Durch viel Herzblut und Engagement konnte das Projektteam unter der Leitung von Katharina Müller aber nun ein neues Projekt vorstellen: „Güttingen – Gschichte uf em Bänkle“. Konkret geht es um eine Reihe von Gesprächen auf einem grünen Bänkle, bei dem sich Zeitzeugen an vergangene Zeiten erinnern: „Wie isch es gsi, wer wosst no ebbes?“ Moderiert wird die Reihe von Friedhelm Niewöhner.

Schwedenschanze als Kulturdenkmal

„Die Gruppe wurde zunächst speziell für das Heimattage-Projekt gebildet“, berichtet Katharina Müller und ergänzt: „Wir haben schnell gemerkt, dass in der Dorfgeschichte so viel drinsteckt, das es zu erfassen gilt. Wir wollen das Thema auf jeden Fall auch nach den Heimattagen weiterverfolgen.“ Volle Unterstützung erhält das Projekt von Ortsvorsteher Martin Aichem, der als Ur-Güttinger selbst ein wichtiger Zeitzeuge ist.

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Ebenso viel Herzblut steckte Andreas Bohl, Ehrenrat der Schimmelreiterzunft, in die Restauration der Schwedenschanze. „Die Geschichte führt uns zurück ins 17. Jahrhundert, als die Schanze im Dreißigjährigen Krieg als Wehranlage zum Schutz gegen einen vermeintlichen Vorstoß der Schweden errichtet wurde“, erzählt Andreas Bohl.

Am Samstag, 18. September, geht es los

Er hat sich bereits als Kind für die Schanze interessiert und die Wiederherstellung federführend organisiert. Nun soll die Schanze, die mittlerweile durch zwei Informationstafeln markiert wird, im Rahmen der Heimattage als Kulturdenkmal offiziell eingeweiht werden.

Die Eröffnungsveranstaltung der sechsteiligen Reihe „Gschichte uf em Bänkle“ findet am Samstag, 18. September, von 16 bis 18 Uhr am Milchhäusle (Ecke Sankt-Ulrich-Straße 2 und 3) statt. Das Thema ist „Rendezvous am Latschariplatz – Güttinger Stammtischkultur“. Das Kulturdenkmal Schwedenschanze wird am Sonntag, 19. September, um 14 Uhr eingeweiht.