Die Idee ist so simpel wie nachhaltig: Statt ein Buch zu kaufen, zu lesen und es für viele Jahre im Regal verstauben zu lassen, dachten sich die Stadtbibliothek und die Buchhandlung am Obertor sowie Buch Greuter im Oktober ein Sharing Projekt aus. Dabei sollte ein gekauftes Buch nach dem Lesen direkt an die Stadtbibliothek gespendet werden: „Damit sich noch andere Leser daran erfreuen“, sagt Marie-Therese Kirow, Filialleiterin bei Buch Greuter.

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Alle Bücher, die für die Stadtbibliothek interessant wären, sollten mit deren Lesezeichnen versehen und extra präsentiert werden. „Und am Anfang fing die Aktion gut an“, sagt Kirow. Die Kunden hätten sich interessiert gezeigt, es wäre schließlich eine schöne und nachhaltige Idee. Doch insgesamt sei das Verhalten der Kunden verhaltener gewesen als erwartet. „Das ist ein bisschen schade“, sagt Kirow. „Wir dachten, da geht mehr.“

„Damit sich noch andere Leser an den Büchern erfreuen können“, macht Marie-Therese Kirow mit der Buch Greuter-Filiale beim Sharing Projekt mit.
„Damit sich noch andere Leser an den Büchern erfreuen können“, macht Marie-Therese Kirow mit der Buch Greuter-Filiale beim Sharing Projekt mit. | Bild: Daniela Biehl

Auch Sabine Schlag von der Buchhandlung am Obertor sagt: „Es gab eine gewisse Resonanz und sogar Kunden die mehrere Bücher für Stadtbibliothek kaufen wollten.“ Doch der Lockdown habe die Aktion ziemlich ausgebremst. „Man muss die Bücher auch präsentieren und für das Sharing Projekt werben“, sagt Schlag und will das Projekt nach dem Lockdown aktiv weiterführen.

Erste Bücher aus dem Projekt in der Stadtbibliothek angekommen

Trotz allem meldet die Stadtbibliothek aber, dass schon ausgewählte Bücher bei Ihnen angekommen seien. „Gespendet wurden unter anderem Kanadischen Krimis, Kinderbücher oder das Sachbuch Eis, ein wunderbares Buch über die Polarforschung“, sagt Petra Wucherer, die Leiterin der Stadtbibliothek.

Und auch sie hofft auf weitere Bücher. Während des Lockdowns könnten diese kontaktlos abgegeben werden, indem man sie in den Briefkasten – rechts vom Eingang – wirft. Wer möchte, könne auch Hörbücher oder Biografien abgeben. Für die Stadtbibliothek seien gerade die aktuellen Titel interessant.

Weitere Informationen unter:
http://www.radolfzell-stadtbibliothek.de