Der Verein „Wohnen in Radolfzell – integrativ und selbstbestimmt leben“ (WiR) hat in seiner Mitgliederversammlung Ingrid Kandler-Singer zur 1. Vorsitzenden gewählt. Der seit Gründung des Vereins im Jahr 2011 amtierende Vorsitzende Ulrich Schmidt kandidierte aus persönlichen Gründen nicht mehr. Dies schreibt der Verein in einer Presseinformation.

Mitgliederversammlung von April nachgeholt

In der satzungsgemäß alle zwei Jahre stattfindenden Wahl wurden auch die weiteren Vorstände neu bestimmt oder in ihrem Amt bestätigt. Eigentlich sollte die Mitgliederversammlung Anfang April stattfinden. Sie musste aber Corona-bedingt verschoben werden.

Im Vorstand sind nun neben Ingrid Kandler-Singer auch Michael Neumann (wie bisher 2. Vorsitzender), Otto Kandler (Schriftführer) und Wolfgang Maintok (wie bisher Kassierer). Zu Beginn der Versammlung gedachten die Anwesenden Claudia Heese, Initiatorin, langjährige Mitarbeiterin und Ideen-Geberin des Vereins, die 2019 verstorben war.

Zwar werden Beiräte für den erweiterten Vorstand nicht durch die Mitgliederversammlung gewählt, sondern vom gewählten Vorstand benannt. In der Versammlung wurde aber außer dem bisherigen 1. Vorsitzenden auch Cornelia Pudor verabschiedet, die ebenfalls Gründungsmitglied war und sich als Beirätin in neun Jahren in vielfältiger Weise für den Verein eingesetzt hat.

Wohnprojekt für Menschen mit und ohne Behinderung

Sowohl Cornelia Pudor als auch Ulrich Schmidt betonten, dass sie dem Verein als Mitglieder treu bleiben würden. Ziel des Vereins WiR ist es, Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben außerhalb stationärer Einrichtungen zu ermöglichen.

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Dies soll durch ein gemeinschaftliches Wohnprojekt erreicht werden, in dem Menschen mit und ohne Behinderung, jeglicher Herkunft und unabhängig vom sozialen Status, Alt und Jung, Familien und Alleinstehende ein lebendiges Miteinander mit gegenseitiger Hilfe gestalten, aber dennoch jeder seine eigene Privatsphäre hat. Ein solches Wohnprojekt wurde 2016 in Radolfzell gestartet. Die Planungen sind so weit fortgeschritten, dass für 2021 ein Baubeginn auf einem Grundstück in der Nordstadt geplant ist.