Die Firma Hügli ist als Lebensmittelproduzent Teil der kritischen Infrastruktur und nimmt daher eine besondere Bedeutung für die Versorgung der Bevölkerung ein. Das heißt, die Produktion soll in diesen Bereichen aufrecht gehalten werden. Im März und April des vergangenen Jahres sei Hügli „sehr gut“ durch den ersten Lockdown gekommen, berichtet Endrik Dallmann, Geschäftsführer von Hügli Deutschland. Jetzt im zweiten Lockdown habe allerdings innerhalb von zwei Wochen bei 19 Mitarbeiter der Corona-Test ein positives Ergebnis angezeigt. „Deshalb haben wir uns gemeinsam mit dem Gesundheitsamt dazu entschlossen, einen Massenabstrich machen zu lassen“, erläutert Dallmann den Grund für den Reihentest im neuen Werk Zwei in der Herrenlandstraße.

Abstrich bei 300 Mitarbeitern

Das Landratsamts Konstanz hat am Montagnachmittag erste Ergebnisse genannt. Es seien am Freitag von rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Abstriche genommen worden. „Insgesamt konnten bislang circa 55 positive Testergebnisse festgestellt werden, darunter auch die britische Virusvariante“, so die Information von Pressesprecherin Marlene Pellhammer. Allerdings lägen noch nicht alle Ergebnisse vor. Weiter heißt es: „Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Infektionsketten.“

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Geschäftsführer Dallmann kündigt weitere Schritte nach dem Corona-Ausbruch in der Firma Hügli an. Ab Dienstag würden in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und in Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister sowie durch eigene Mitarbeiter laufend Schnelltests durchgeführt, „um eine Ausweitung des Infektionsgeschehens wirkungsvoll zu unterbinden“. In der aktuellen Lage gebe es einen intensiven Austausch mit dem Gesundheitsamt. „Wir fühlen uns sehr gut betreut“, sagt Dallmann.

Getrennte Werke

Das Unternehmen habe im Zuge der Corona-Pandemie ein Schutzkonzept aufgestellt, das ständig vom Betriebsarzt überprüft werde. Zu diesem Konzept gehört die strikte Trennung von Werk eins mit Sitz der Verwaltung in der Güttinger Straße und Werk zwei mit der Produktion in der Herrenlandstraße. In Werk eins arbeiten rund 250 Beschäftigte, in Werk zwei etwa 350. Weil es so gut wie keine Zusammentreffen zwischen den Beschäftigten in den beiden Werken gebe, sei der Reihentest auch nur für Werk zwei organisiert worden. Dort seien auch die vorausgegangenen 19 Positivbefunde aufgetreten.

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Von Verstößen gegen die Bestimmungen der Corona-Verordnung bei Hügli sei ihm nichts bekannt, so der Geschäftsführer. Was Dallmann trotz des Infektionsgeschehens im Unternehmen sagen kann, ist: „So weit wir wissen, liegt niemand von unseren Mitarbeitern im Krankenhaus oder zeigt Anzeichen einer schweren Erkrankung.“