Die Technischen Betriebe Radolfzell (TBR) nutzen den aktuellen Moment der Krise, um zahlreiche Arbeiten zu erledigen, die unter normalen Umständen etwas anders ablaufen würden: Sie können sich zurzeit intensiver um die Pflege von Material und Maschinen kümmern, und die Arbeiten beispielsweise auf Spielplätzen finden momentan in aller Ruhe und Abgeschiedenheit statt. Schließlich sind die öffentlichen Anlagen in Zeiten von Corona für die Nutzung gesperrt.

79 Spielplätze werden überprüft

Was für viele Kinder eine echte Einschränkung darstellt, ist für die Mitarbeiter der Technischen Betriebe tatsächlich ein Vorteil: „Derzeit können wir die Spielplätze ungestört überprüfen und Instand setzen“, sagt Martin Meck. Er ist bei der TBR für die Wartung der Spielplätze zuständig.

Insgesamt hat er 79 Anlaufstellen, die es regelmäßig zu überprüfen gilt. Dazu gehören neben den öffentlichen Spielplätzen auch die Anlagen in den Kindergärten der Stadt und in den Ortsteilen. Rund 20 Minuten benötigt Martin Meck nach eigener Aussage für die Kontrolle eines mittelgroßen Spielplatzes.

Martin Meck (rechts) und Sven Leutner ziehen die Schrauben an einem Spielgerät nach.
Martin Meck (rechts) und Sven Leutner ziehen die Schrauben an einem Spielgerät nach. | Bild: Gerald Jarausch

Sobald kleinere Arbeiten anfallen, wird daraus schnell eine Stunde und mehr. Die Spielplätze müssen alle zwei Wochen einer Sichtkontrolle unterzogen werden. Anlagen wie der Wasserspielplatz am See sogar jeden Tag. Echte Funktionsprüfungen sind deutlich zeitaufwändiger und finden in größeren Abständen statt.

Derzeit können diese gut erledigt werden, weil keine Kinder auf den Anlagen spielen dürfen. „Wir haben viel mehr Zeit für die Wartung“, sagt Martin Meck. Unter anderem werden die Schrauben an Geräten nachgezogen, Spielgeräte neu gestrichen und kleinere Reparaturarbeiten erledigt.

Hochkonjunktur für das Grün-Team

Andere Bereiche innerhalb des TBR haben aktuell Hochkonjunktur. Das gilt insbesondere für das Grün-Team: Es gilt, zahlreiche Grünstreifen in Radolfzell und den Ortsteilen zu pflegen und für die kommenden Monate vorzubereiten. Stauden müssen geschnitten, Blumenwiesen gesät und die Pflanzen gegossen werden.

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Durch die Corona-Verordnung ergeben sich besondere Bedingungen. In vielen Bereichen hat Ralf Wiedemann von der Abteilung Stadtreinigung, Fuhrpark und Instandhaltung durch organisatorische Maßnahmen eine größere Trennung der Mitarbeiter ermöglicht. Die Einsatzteams wurden verkleinert und pausieren zu unterschiedlichen Zeiten. „Man sieht zu, dass man sich nicht zu nah kommt“, sagt Bianca Kleinpeter vom Grün-Team. Im Moment ist das TBR-Team „noch vollzählig“, lässt Wiedemann wissen.

Mehr Müll an unerwünschten Stellen

Das ist gut so, denn aktuell stehen noch zahlreiche andere Arbeiten an, unter anderem die Reinigung und Inbetriebnahme der 41 Brunnen in Radolfzell und den Ortsteilen. Sie wurden in in diesem Jahr etwas später in Betrieb genommen, weil es in den Nächten zuletzt noch recht kühl wurde.

„Wir haben mehr Müll im Wald und an den Glascontainern“. Ralf Wiedemann, Abteilungsleiter Stadtreinigung, Fuhrpark, Instandhaltung.
„Wir haben mehr Müll im Wald und an den Glascontainern“. Ralf Wiedemann, Abteilungsleiter Stadtreinigung, Fuhrpark, Instandhaltung. | Bild: Gerald Jarausch

Eine weitere Veränderung betrifft das Müllaufkommen. Während die Mülleimer in der Innenstadt weniger gefüllt sind, sammelt sich der Unrat an unerwünschten Stellen. „Wir haben mehr Müll im Wald und an den Glascontainern“, erklärt Ralf Wiedemann. Auch die Kleidercontainer sind oft voll. Wenn das den TBR-Mitarbeitern auffällt, verständigen sie das DRK, damit dieses die Container leert.

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