Die Sozialstation Radolfzell-Höri hat ihr Angebot um eine Tagespflege erweitert. Anfang Oktober wurde im Mezgerwaidring 64 eine Tagespflegestation mit 16 Plätzen eröffnet. Aufgrund von Corona können zurzeit nur acht Gäste aufgenommen werden.

Der Umbau der Räume, in denen zuvor eine Dialysepraxis untergebracht war, erstreckte sich über den Zeitraum von Februar bis Ende September. Die Baukosten beliefen sich auf 1,3 Millionen Euro. Mit den 12 Plätzen für Tagesgäste im Hospital zum Heiligen Geist gibt es in Radolfzell nun 28 Tagespflege-Plätze.

Viel Licht und helles Interieur

Helmut Villinger, Vorsitzender der Sozialstation begrüßte die Gäste zur Einweihung im Aufenthaltsraum der Tagespflege, die im Erdgeschoss des mehrstöckigen Gebäudes liegt. Klare Linien, große Fensterfronten und ein helles Interieur geben dem Raum ein modernes Aussehen.

Neben einer Küchenzeile mit einer Theke gibt es Sitzgelegenheiten zum Einnehmen der Mahlzeiten. Das Essen wird von der Mettnau-Kur geliefert. Auf der anderen Seite ist eine gemütliche Sofa-Ecke mit einem großen Fernseher eingerichtet. Für Bewegungsangebote mit Musik oder Bastelarbeiten steht ein Gymnastikraum zur Verfügung. Wer Ruhe braucht, kann sich auf Liegesesseln ausruhen.

Dank an alle Beteiligten

Helmut Villinger äußerte seine Freude darüber, dass die Räume trotz der Corona-Lage immerhin in einer kleinen Runde würdig eingeweiht werden konnten. Eigentlich sei die Feier größer geplant gewesen. In einer Dankesrede erwähnte er all diejenigen, die dazu beigetragen haben, die neue Tagespflege aus der Taufe zu heben.

Zunächst richtete er seinen Dank an Pfarrer Heinz Vogel, den zweiten Vorsitzenden der Sozialstation und Leiter der Seelsorgeeinheit St. Radolt. Sich in diesen Zeiten auf die katholische Kirche als Träger verlassen zu können, sei von großem Wert. Anwesend war auch Pfarrer Stefan Hutterer von der Seelsorgeeinheit Höri. Pfarrer Christian Link musste aufgrund einer Erkrankung absagen.

Spenden helfen beim Umbau

Ferner sprach Villinger dem Ehrenvorsitzenden Helmut Haselberger ein Lob aus. In der Vergangenheit habe er der Sozialstation durch gutes Wirtschaften finanziell eine solide Grundlage gesichert. Durch zusätzliche Spenden der Sparkassenstiftung, der Messmer-Stiftung und des Deutschen Hilfswerks sei der Umbau schließlich möglich geworden.

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Dem Architekten Martin Frei dankte er für eine weitere gute Zusammenarbeit sowie dafür, dass der Kostenrahmen eingehalten werden konnte. Und schließlich ging sein Dank an Sabine Wegmann, Geschäftsführerin der Sozialstation, für ihr außergewöhnliches Engagement. Sie gab den Anstoß zu den Planungen der Tagespflege. Bis zur Vollendung sei sie unermüdlich und mit vollem Einsatz hinter der Realisierung des Projekts gestanden.

„Nah am Menschen“

Sabine Wegmann hob hervor, ihr liege das Motto der Sozialstation „Nah am Menschen“ am Herzen. Die Sozialstation leiste Pflege mit einem ganzheitlichen Blick auf die betreute Person, deren Lebensumstände und Angehörigen. Eine Tagespflege könne für denjenigen, der Pflege benötigt, ein interessantes Angebot und für pflegende Angehörige eine kleine Auszeit bedeuten.

Gerda Stegmann, Leiterin der Tagespflege, konnte von ersten positiven Erfahrungen berichten: „Wir hatten jeden Tag schöne Erlebnisse mit unseren Gästen.“ Bürgermeisterin Monika Laule überbrachte Grüße der Stadt. Sie habe die Entwicklung dieses Angebots für Gäste und Familien mit Herzblut verfolgt. Besonders freue sie, dass die Idee von einem lokalen Anbieter realisiert worden sei.

Bevor Pfarrer Heinz Vogel die Räume mit einem Segensgebet einweihte, sprach er allen Mitarbeitern seine Anerkennung aus: Wie Gott seien sie nah am Menschen.

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