Eigentlich durften Christian und Manuel Varuccio ihre Shisha Bar Smo‘King in Radolfzell in diesem Jahr gleichzeitig mit der Gastronomie wieder öffnen. „Nach 14 Tagen mussten wir dann aber wieder zu machen. Mittlerweile haben wir immerhin den Außenbereich geöffnet.“ Die beiden Brüder fühlen sich nach eigener Aussage ungerecht behandelt: „Wir reinigen unsere Shishas genauso, wie jeder Gastronomiebetrieb seine Teller und Gabeln. Warum werden wir plötzlich separat behandelt?“

Da das Shisha rauchen nach der aktuellen Corona-Verordnung zum 7. Juni des Landes nur draußen erlaubt ist, sind sie immer auf das Wetter angewiesen. „Es ist ein ewiges Hin und Her. Wegen des wechselnden Wetters haben wir jetzt Pavillons aufgebaut, um unsere Gäste vor Regen zu schützen“, erklärt Manuel Varruccio. Vor der Öffnung in diesem Jahr hätten die beiden Brüder ihre Wasserpfeifen-Bar zuletzt von Juni bis Ende Oktober 2020 offen gehabt. Während dieser Zeit hätten maximal fünf Gäste aus zwei Haushalten an einem Tisch sitzen dürfen.

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Die Folge: weniger Gäste in der Bar. Unter anderem dadurch, trotz des guten Sommers, sei es schwer gewesen über den zweiten Lockdown zu kommen. Manuel Varruccio ist froh, dass sie von der Verpächterin in Schutz genommen seien worden und immerhin keine Pacht hätten zahlen müssen. Laufende Kosten hätten sie dennoch gehabt: „Irgendjemand muss ja den Strom bezahlen und Getränke beispielsweise mussten wir massig wegleeren, nachdem sie abgelaufen waren.“ Ohne die geduldige Verpächterin gäbe es sie nicht mehr.

Mit der aktuellen Corona-Verordnung wagten die Brüder Varruccio einen Neustart: „Von einem richtigen Start kann allerdings kaum die Rede sein.“ Shisha- und Raucherbars dürfen nach Angaben der Verordnung des Landes aktuell von 6 bis 1 Uhr geöffnet haben. Rauchen ist nur im Außenbereich gestattet. Die Plätze und Tische sind so anzuordnen, dass ein Abstand von mindestens eineinhalb Metern gegeben ist.