Das war ein Einsatz, den erlebt man nicht alle Tage. Dies bestätigt auch der Radolfzeller Feuerwehrkommandant Helmut Richter. Am Dienstagabend war vor Radolfzell eine Seekuh, ein Seegras-Mähschiff, während ihrer Arbeit gekippt und musste mit Hilfe von zwei Feuerwehr-Arbeitsbooten der Freiwilligen Feuerwehr Radolfzell und Konstanz geborgen werden.

Der Einsatz dauerte mehrere Stunden. „Zuletzt mussten wir bei den Arbeiten zum Bau des Wäschbruck-Hafens so ein großes Gerät aus dem See ziehe. Da war unter anderem ein Bagger in den See gefallen“, erinnert sich Richter.

Bild: Helmut Richter

Die Seekuh hätte eine große Menge Seegras aufgeladen, erklärt Richter den Unfallhergang. Der Fahrer des Mähschiffs habe eine etwas zu steile Kurve genommen und das glitschige Gras sei verrutscht. Das habe das Schiff zum kentern gebracht. Kopfüber habe es sich gedreht und anschließend auf Grund gestoßen.

Nach der ersten Sicherung, dass keine ausgelaufenen Betriebsstoffe in den See gelangen, habe sich die Freiwillige Feuerwehr Radolfzell mit Hilfe der Kollegen aus Konstanz an die Bergung gemacht. Mit den beiden Arbeitsbooten habe man versucht, die Seekuh wieder aufzurichten. Gleichzeitig hätte man sie mit einem Seil zurück an Land transportieren wollen.

Bild: Helmut Richter

Wo sie anschließend von einer Spezialfirma entsorgt werden soll. Denn: Das Mähschiff ist nicht mehr zu retten, es hat Totalschaden erlitten. Die Fahrerkabine hatte es komplett abgerissen, sagt Richter. Der Fahrer der Seekuh wurde allerdings nicht verletzt, er konnte sich noch rechtzeitig retten.

Bild: Helmut Richter

Bei diesem Einsatz sei vor allem Schnelligkeit wichtig gewesen, erklärt der Kommandant. Man habe einen Wetterwechsel befürchtet und einen starker Wellengang, der den Einsatz behindert hätte. 22 Feuerwehrleute aus Radolfzell und zwölf aus Konstanz waren bei der Bergung im Einsatz. Mit dem Mähschiff wird Seegras vom Grund im Hafengebiet wie mit einem Rasenmäher entfernt und über ein Förderband auf eine Tragefläche abgeladen.

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