Helen Hauck aus Radolfzell hat sich nicht nur bei dem Wettbewerb Jugend forscht gegen ihre Mitbewerber durchgesetzt. Sie darf ihr wissenschaftliches Können derzeit auch in den USA unter Beweis stellen. Denn sie ist eine von 14 deutschen Preisträgern, die bei der Regeneron International Science and Engeneering Fair (Regeneron ISEF) in Atlanta mitmachen dürfen.

Das geht aus einer Mitteilung der Stiftung Jugend forscht hervor. Diese findet noch bis zum morgigen Freitag statt und sei eine der international größten vorakademischen Wissenschaftswettbewerbe für Schüler. Mit dabei sind demnach mehr als 1800 junge Wissenschaftler aus 80 Ländern, die sich alle bereits in Wissenschaftswettbewerben bewiesen haben.

Radolfzellerin punktet mit ihrer Idee

Das deutsche Team präsentiere im Georgia World Congress Center neun kreative Forschungsprojekte. Helen Hauck habe sich bei ihrem Projekt dem Indischen Springkraut gewidmet. Aus den Blättern der Pflanze habe die 19-Jährige die Inhaltsstoffe extrahiert und die darin enthaltene Substanz 2M-NQ entdeckt. Und die hat es in sich.

Denn: Sie könne künftig als Basis für ein biochemisches Spritzmittel dienen, mit dem man den weitverbreiteten Buchsbaumzünsler wirksam bekämpfen könne. Die Abiturientin vom Nellenburg-Gymnasium in Stockach habe mit ihrer Entdeckung bei Jugend forscht den zweiten Platz gemacht und sich damit gegen 167 Konkurrenten durchgesetzt.

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Bei ihrem Projekt sei sie von den beiden Betreuerinnen Ceren Karayel und Marion Lay-Koch unterstützt worden. Beide seien Lehrerinnen am Nellenburg-Gymnasium.

Gewinner stehen am Freitag fest

Beim Wettbewerb in Atlanta messen sich die jungen Forscher aus aller Welt in 21 naturwissenschaftlich-technischen Wettbewerbskategorien. Dabei winken laut Mitteilung Preise und Stipendien um Gesamtwert von fast fünf Millionen US-Dollar. Die Sieger der verschiedenen Kategorien werden demnach am Freitagabend, 13. Mai, in der Grand Awards Ceremony bekannt gegeben.

Wegen der Corona-Pandemie sind nicht alle Teilnehmer in die USA gereist, sondern nehmen online an dem Wettbewerb teil. Denn der Wettbewerb findet in diesem Jahr als hybride Veranstaltung statt. (pm)

Unter www.jugend.forscht.de gibt es weitere Informationen zu dem Wettstreit. Unter anderem findet sich dort auch ein Blog, in dem das deutsche Team tagesaktuell von seiner Reise berichtet.