Für den Böhringer See gilt aufgrund einer erhöhten Blaualgen-Konzentration ab Freitag, 5. August, ein Badeverbot, teilte die Stadtverwaltung Radolfzell am Donnerstagnachmittag mit. Das Badeverbot wurde per Allgemeinverfügung erlassen. Bei einer Überprüfung der Wasserqualität hätten städtische Mitarbeiter festgestellt, dass sich die Blaualgen (Cyanobakterien) im See in den vergangenen Tagen stark vermehrt hätten.

Um die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu schützen, greife die Stadtverwaltung Radolfzell daher auf Empfehlung des Gesundheitsamtes zu dieser Vorsichtsmaßnahme und sperre das Gewässer. Vermutlich sei das starke Wachstum der Algen durch die anhaltende Hitzeperiode und ausbleibende Niederschläge begünstigt worden.

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Warum Blaualgen so gefährlich sind

Treten Blaualgen vermehrt auf, können sie Reiz- und Giftstoffe produzieren, die gesundheitsschädigend sind, erläutert die Mitteilung. Daher bittet die Stadtverwaltung darum, sich an das Badeverbot zu halten und vom Schwimmen und Planschen im See abzusehen.

Auch Hunde und andere Tiere sollten nicht zum Trinken oder für eine Abkühlung an das Gewässer geführt werden, da die Blaualgen in erhöhter Konzentration auch für sie eine Gefährdung darstellen.

Engmaschige Überprüfung des Wassers

Die Wasserqualität werde von den städtischen Mitarbeitern und in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt engmaschig überprüft. Sobald die Konzentration der Blaualgen im Böhringer See nachlässt und keine Bedenken mehr gegen das Baden bestehen, will die Stadtverwaltung dies umgehend bekannt geben.

Blaualgen kommen in geringen Mengen in jedem Gewässer vor, so die Mitteilung weiter. Kritisch werde es, wenn sich die Bakterien – zum Beispiel aufgrund von wechselhaftem Wetter oder zu hohem Nährstoffangebot – massenhaft vermehren und so die Wasserqualität beeinträchtigen.

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