Vor dem Geldabheben per Online-Banking den Kontostand prüfen, ist damit kein Problem mehr. Auch wer vor der Filiale auf den Bus wartet, kann sich über das kostenlose Angebot freuen. Martin Aichem, Ortsvorsteher in Güttingen, erklärt: „Genau dort brauchen die Menschen das Internet. Auch Fahrradtouristen kommen im Sommer häufig durch unseren Ort und freuen sich dann über eine Pause mit Netz.“

Das Rathaus und die angrenzende Grundschule haben ihren eigenen Internetanschluss. „Der Empfang des gratis WLANs ist in den Gebäuden zwar immer noch gut und würde ausreichen, um damit zu arbeiten, aber hier hatten wir vorher schon unser eigenes Netzwerk“, merkt Aichem an. Jetzt über die Wintermonate konnte der Ortsvorsteher noch keine Erfahrungen mit dem gratis WLAN von Touristen oder Mitbürgern sammeln.

Das könnte Sie auch interessieren

„Ich denke, das wird im Sommer etwas besser gehen.“ Es sei ihm wichtig, dass auch ländliche Regionen digital und modern bleiben: „Es haben heutzutage zwar die Meisten einen eigenen Mobilfunkvertrag mit einem gewissen Datenvolumen pro Monat, aber auf dem Land gibt es trotzdem immer wieder Funklöcher.“

Während der Empfang beim Mobilfunkvertrag schwanken kann, hat jeder, der am Dorfplatz im gratis WLAN eingeloggt ist, einen stabilen Empfang von rund fünf Megabytes pro Sekunde. Nicht die schnellste Verbindung, aber ausreichend für die meisten Aktionen mit einem Smartphone. In den Jahren vor Corona konnte der Rathausvorplatz auch für Dorffeste genutzt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

„Eigentlich hatten wir in diesem Jahr auch die Hoffnung, hier die Heimattage anbieten zu können, aber das steht nun wieder alles auf der Kippe.“ Immerhin die Installation des gratis WLANs hat auch in Güttingen ohne Probleme funktioniert. Die Stadtwerke seien zwei Mal vorbeigekommen, ehe alles angebracht war und das Internet funktionierte. Die kommenden Monate würden zeigen, wie sehr sich die Güttinger mit dem Angebot auseinandersetzen.

Im vergangenen Jahr haben die Stadtwerke Radolfzell in allen sechs Ortsteilen Hotspots für kostenloses WLAN eingerichtet. „Die Technik- und Installationskosten wurden durch das Förderprogramm Wifi4EU übernommen“, teilt die Stadtverwaltung mit.

Das könnte Sie auch interessieren

Für das Projekt konnte die Stadt bis zu 15.000 Euro für Technik- und Installationskosten beantragen. Die Projektkoordination lag beim Tourismus- und Stadtmarketing Radolfzell, die auch für das öffentliche WLAN in der Radolfzeller Innenstadt zuständig ist. Den Zuschlag erhielten aber die Stadtwerke.