Radolfzell soll sich als Wirtschaftsstandort weiterentwickeln: Darum ging es bei einem Treffen zwischen dem Radolfzeller Oberbürgermeister Simon Gröger und der baden-württembergischen Wirtschaftsministerin Nicole Hofmeister-Kraut im Landtagsgebäude in Stuttgart.

Laut Mitteilung der Radolfzeller Stadtverwaltung habe der OB als ehemaliger Wirtschaftsförderer das Gespräch gesucht. Denn sein Ziel sei es, Radolfzell auf der Landesebene als zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort stärker in den Fokus zu rücken.

Die beiden Politiker besprechen viele Themen

Thematisch sei es um die systematische Weiterentwicklung von regionalen Clustern, also eine Ansammlung von Unternehmen aus ähnlichen Branchen in Radolfzell, gegangen. Es ging aber laut Mitteilung auch um landesweite Netzwerke, die Bedeutung von lokalen Innovationsprozessen und die Entwicklung eines zukunftsorientierten, nachhaltigen Tourismus.

Thematisiert worden seien zudem Möglichkeiten zur Digitalisierung von Unternehmen und die Bedeutung von Fachkräften, genauso wie die Förderung von Forschung im Bereich der künstlichen Intelligenz und die Bedeutung von Start-up-Strategien.

Auch die Nachhaltigkeit ist wichtig

OB Gröger sei es nicht nur wichtig, Radolfzell als Wirtschaftsstandort weiterzubringen. Für ihn sei es auch essenziell, nachhaltige Strukturen aufzubauen. „Hierzu benötigen die Unternehmen eine bedarfsgerechte Unterstützung“, so Gröger.

Wichtig sei es dabei, alle Maßnahmen der Wirtschaftsförderung aufeinander abzustimmen. Teil davon müsse es sein, dass die regionalen Akteure einbezogen werden und die Mitarbeiter im Unternehmen mehr Mitspracherecht und Entscheidungsgewalt erhalten.

Unternehmen müssen lernen, anders zu denken

Simon Gröger und die Wirtschaftsministerin seien sich einig, dass zukunftsfähige Technologien gefördert werden müssen und es erforderlich sei, nachhaltige Strategien bei den lokalen Unternehmen einzuführen. Denn der Weltmarkt verändere sich, was verlange, dass sich auch auf lokaler Ebene das Denken verändere und Unternehmen vermehrt zusammenarbeiten.

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Nur so sei wirtschaftliche Innovation im gesamten Land möglich, so Hoffmeister-Kraut. „Innovationen“, so die Ministerin, „sind der Schlüssel zur Lösung aktueller Probleme, sei es etwa beim Thema Energieversorgung oder bei der Cybersicherheit.“ Zudem seien Innovationen essenziell für das Land.

In diesem Sinne müsse man auch ganz neue Methoden ins Auge fassen. Etwa sogenannte Innovation Labs, in denen neue Ideen für ein Unternehmen entwickelt werden.

Radolfzell hat gute Entwicklungsmöglichkeiten

Nicole Hoffmeister-Kraut sehe in allen Bereichen gute Entwicklungsmöglichkeiten für Radolfzell, betonte sie. „Radolfzell weist als Wirtschaftsstandort – auch durch seine exponierte verkehrliche Lage im Raum, die vielen inhabergeführten Traditionsbetriebe sowie den vielfältigen und ausgewogenen Branchenmix – ein hohes Entwicklungspotenzial auf.“ (pm)