Natürlich geht es dabei anders zu als in den Vorjahren. Während sich normalerweise an etwas freundlicheren Tagen bereits etliche Mitglieder des Vereins auf dem Gelände auf der Mettnau tummeln würden – vielleicht auch nur, um die herrliche Lage zu genießen – sieht man derzeit bestenfalls einzelne Personen dort. Der Grund ist einfach – auch im zweiten Jahr nach Erscheinen hält Corona die sportlichen Aktivitäten der Ruderer sehr im Zaum.

Ganz untätig will man bei der Undine dennoch nicht sein: „Wir planen so, als ob es besser wird“ sagt der sportliche Leiter Bernd Hardy im Gespräch mit dem SÜDKURIER. Das sagt sich leichter als es getan ist. Denn momentan dürfen gerade einmal zwei Personen gemeinsam in einem Ruderboot auf den See. Immerhin war das Trainieren für die Leistungssportler in der Undine auch über die Wintermonate eingeschränkt auf dem Wasser möglich. Denn die dürfen praktisch nie nachlassen. „Im Winter und Frühjahr wird der Grundstock für das Leistungsvermögen gelegt“, erklärt der Vereinsvorsitzende Rolf Tränkle.

Einnahmen des Vereins brechen weg

Weil man nicht im vereinseigenen Fitnessraum trainieren durfte, durften die Rennsportler teilweise die Trainingsgeräte mit nach Hause nehmen. Ob sie im Jahr 2021 an Wettbewerben teilnehmen dürfen, steht indes noch in den Sternen. Auch sonst passiert auf dem Vereinsgelände derzeit nicht viel. So stehen die elf Zimmer im Obergeschoss des Gebäudes, die immer an die Gäste der Mettnaukur vermietet werden, seit Monaten leer. „Unsere Einnahmen sind weggebrochen. Wir sind finanziell jetzt nicht mehr so flüssig“, berichtet der Vereinsvorsitzende.

Immerhin bleiben die eigenen Mitglieder der Undine bisher treu. „Sie wissen den Verein zu schätzen, sagt Rolf Tränkle. Was dennoch gar nicht stattfinden kann, ist die Neugewinnung von Mitgliedern. „Eine Einweisung und Ruderkurse sind momentan nicht möglich“, erklärt Bernd Hardy dazu. Und worunter alle im Verein leiden, ist das fehlende Gruppenerlebnis.