Claudio Cirella

In der Radolfzeller Nordstadt gibt es einen neuen Bolzplatz – am Spielplatz in der Lindenallee wurden dafür kürzlich offiziell Fußballtore übergeben. Angeschafft werden konnten diese durch Spenden der ehemaligen Stadträtin Lily Müller sowie der Alfons und Maryana Böhringer Stiftung des Rotary Clubs, die laut der Stadtverwaltung von Müller angefragt worden war.

Tolles Beispiel für bürgerschaftliches Engagement

Oberbürgermeister Simon Gröger bedankte sich dafür und beschrieb zudem die Entwicklung von der ersten Idee Anfang des Jahres bis zum tatsächlichen Aufstellen der Tore in diesem Herbst. Für den OB ist der neu geschaffene Bolzplatz ein tolles Beispiel für bürgerschaftliches Engagement. Jeder einzelne Bürger der Stadt sei wichtig, um diese weiter voranzubringen. Die Anerkennung für freiwilliges Engagement könne seiner Meinung nach gar nicht groß genug sein.

OB Simon Gröger bedankt sich bei Lily Müller mit einem Blumenstrauß.
OB Simon Gröger bedankt sich bei Lily Müller mit einem Blumenstrauß. | Bild: Claudio Cirella

Es solle ausreichend qualitativ gute Spielplätze in Radolfzell geben, so der OB in seiner Dankesrede. Sein Ziel sei es, die Spielplätze in Radolfzell, sofern erforderlich, zu sanieren und defekte Geräte gegen neue zu ersetzen. Dazu hat die Stadt ein Spielflächenkonzept erstellt, ein erster Platz an der Praxedisstraße wurde kürzlich überarbeitet eröffnet. 

Begehung im Februar

Dass Lily Müller die Initiative ergriff, ist auf die auf der Straße Fußball spielenden Kinder und der häufig von den Kindern geäußerte Wunsch nach einem frei zugänglichen Fußballplatz in der Nordstadt zurückzuführen. Diese gaben den Ausschlag für sie, aktiv zu werden.

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Nach einer Begehung des Spielplatzes im Februar mit den SPD-Stadträtinnen Göhler-Krekosch und Derya Yildirim, sowie Bürgermeisterin Monika Laule, dem Leiter der Stabsstelle für Umwelt-, Klima und Naturschutz Wolfgang Keller, und einigen Nordstadtkindern, wurde das Aufstellen der Fußballtore schließlich durch die Stadt genehmigt.

Auch ein Fangzaun angeschafft

Doch dann drohte mangelndes Geld im Haushalt für die Fußballtore und das erforderliche Anbringen eines Fangzaunes das gesamte Projekt zu verzögern. Lily Müller erhöhte ihre Spende daraufhin auf 3000 Euro und finanzierte ein Fußballtor und die Hälfte des Fangzaunes. Als Müller dann noch beim Rotary Club Radolfzell-Hegau anfragte, ob sie sich bei der Umsetzung eines Bolzplatzes in Radolfzell engagieren könnten, war das Projekt gesichert. „Die Alfons und Maryna Böhringer Stiftung hat sich zum Ziel gemacht, Kinder und Jugendliche im Landkreis Konstanz zu fördern und zu unterstützen“, so der Präsident des Rotary Club Radolfzell-Hegau, Jochen Reichert.

OB Simon Gröger bedankt sich bei Herrn Jens Heinert, Präsident Rotary Club Radolfzell-Hegau
OB Simon Gröger bedankt sich bei Herrn Jens Heinert, Präsident Rotary Club Radolfzell-Hegau | Bild: Claudio Cirella

Durch die gemeinsame Spende konnten zwei hochwertige Fußballtore und ein Fangzaun angeschafft werden. Bei der Anschaffung der Tore hat man sich für eine Variante mit Tornetzen entschieden, welche deutlich weniger Lärm bei einem Tortreffer erzeugen als vollverschweißte Aluminium-Tore. Der Fangzaun soll Kinder auf dem dahinterliegenden Kletterelement vor versehentlichen Balltreffern schützen.

Platz wird gut genutzt

Die zwei Tore wurden schon aufgestellt, aufgrund von Lieferschwierigkeiten wurde der Fangzaun allerdings erst Mitte November angeliefert. „Wir werden den Fangzaun noch im Dezember aufbauen“ versicherte Philipp Feldschmid, Stabsstelle für Umwelt-, Klima und Naturschutz der Stadt Radolfzell.

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Dass der Bolzplatz bereits rege von den Kindern genutzt wurde, kann man ihm deutlich ansehen. „Der Platz wurde gesandet“, erklärte Philipp Feldschmid. Dies wurde notwendig, da die nasse Witterung und die intensive Nutzung dem Rasen zu sehr zugesetzt hatten. Zugleich ist der Zustand des Rasens ein deutliches Zeichen, dass dieser Platz intensiv bespielt und somit bestens von den Kindern angenommen wird.

OB Gröger verspricht Teilnahme an Fußballspiel

Der Präsident des Rotary Club, Jochen Reichert, bot den Kindern bei nächster Möglichkeit ein gemeinsames Fußballspiel an. Diese nahmen die Herausforderung gerne an. Und noch jemand versprach seine Teilnahme: Auf die Nachfrage von Reichert, ob der OB nicht ihre Mannschaft spielerisch unterstützen möchte, stimmte Simon Gröger spontan zu.