Das Hospital zum Heiligen Geist hat eine neue Heimleitung. Marisa Theresa Eid hat die Aufgaben von Markus Bonserio, der die Einrichtung acht Jahre lang führte, zum 1. April übernommen. Da Bonserios seinen Vertrag auf Ende Dezember 2020 gekündigt hatte, wurde zwischenzeitlich ein Interimsmanager eingestellt. Zusätzlich übernimmt Marisa Eid die Leitung des hebammengeleiteten Gesundheitszentrums Radofine im Scheffelhof.

Schwierige Suche nach Leiterin

Leicht sei die Suche nach einer Leitung nicht gewesen, berichtet Sozialbürgermeisterin Monika Laule. Auf die erste Ausschreibung habe es keine Reaktion gegeben. Im zweiten Anlauf habe man andere Kanäle genutzt und 13 Bewerbungen erhalten. Die Bewerbungsgespräche wurden online mit den Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderats geführt.

28-Jährige wird Heimleiterin

Der Stiftungsrat habe sich mit großer Mehrheit für Marisa Eid entschieden. Die 28-Jährige aus Rheinland-Pfalz absolvierte zunächst eine Ausbildung als medizinische Fachangestellte, bevor sie sich zur Fachwirtin im Gesundheitswesen weiterbildete. Seit 2018 war sie als Assistentin der Heimleitung im Marienhaus Seniorenzentrum St. Anna in Morbach beschäftigt. „Mit großer Freude“ gehe sie ihre neue Aufgabe als Heimleiterin an.

Freude über neue Aufgabe und den neuen Wohnort

Der Umzug nach Radolfzell sei nicht schwergefallen. „Der See und die Berge laden einfach ein“, meint sie fröhlich. Mit ihrem Partner habe sie ohnehin gerne Urlaub in den Bergen gemacht. Auch beruflich sei der Einstieg leicht gewesen. Bei ihrem Antritt habe sie ein „eingespieltes, erfahrenes Team“ angetroffen. Trotz der doppelten Herausforderung durch die Interimslösung und die Schwierigkeiten, die die Pandemie für das Pflegeheim darstellt, sei der Übergang gut gelaufen.

Das ist aber noch nicht alles. Das neue Aufgabengebiet von Eid umfasst einen weiteren Bereich. „Es erstreckt sich von der Wiege bis zur Bahre“, sagt Monika Laule. Die junge Fachwirtin wird zusätzlich die Leitung des Gesundheitszentrums Radofine übernehmen. Auch dieser neuen Herausforderung sieht Eid positiv entgegen. Für Jung und Alt zuständig zu sein, sei gerade das Schöne, meint sie lächelnd.

Verhandlungen über Pflegesätze

Eine große Aufgabe musste sie in den ersten Wochen bereits absolvieren. Gemeinsam mit Bürgermeisterin Monika Laule wurden die jährlichen Verhandlungen über die Höhe der Pflegesätze mit den Krankenkassen geführt. Mit externer Unterstützung sei man „in überschaubarer Zeit zu einem guten Ergebnis gekommen“, so Laule. Ein Problem ist drängend für Eid: Es fehle an Pflegefachkräften. Der ohnehin schwierige Arbeitsmarkt werde durch Corona verschärft. Glücklicherweise habe es im Heim keinen Ausbruch der Krankheit gegeben. Sie könne auf ein kompetentes Team zählen. Ein Ziel, das sie erreichen will, sei, das Pflegeheim digital „in ein neues Zeitalter zu führen.“

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Noch im April könne eine Zustimmung des Regierungspräsidiums Freiburg zur Finanzierung des Pflegeheim-Neubaus auf der Mettnau erwartet werden, berichtet Laule. Auch das Hebammenzentrum soll sich weiterentwickeln. Manche Kurse würden im Moment online angeboten. Manche Arten der Fürsorge für Mutter und Kind aber erforderten den persönlichen Kontakt.