Mit der Fortdauer der Corona-Pandemie haben sich die Menschen mittlerweile daran gewöhnt, in bestimmten Situationen Schutzmasken zu tragen. Wer etwa ein Geschäft betritt oder auf den Wochenmarkt geht, ist angehalten eine Maske über den Mund- und Nasenbereich zu ziehen.

Alle Ausführungen erhältlich

Es gibt sie in unterschiedlichen Qualitäten. Sie reichen von der einfachen OP-Ausführung für das einmalige Tragen bis hin zu hocheffektiven Masken mit entsprechender Zertifizierung, die auch über einen längeren Zeitraum wirksam sein können. Glücklicherweise kann man in Radolfzell praktisch sämtliche Ausführungen derzeit käuflich erwerben, wie eine kleine SÜDKURIER-Umfrage ergibt.

„Wir kriegen genug einfache und FFP2-Masken. Es gibt keinen Lieferengpass mehr“, sagt Brigitte Schmeck aus der Flora-Apotheke in der Brühlstraße. Gleiches kann Harald Nospers aus der Residenz-Apotheke in der Poststraße berichten: „Wir haben verschiedene Anbieter, die liefern können“, sagt er.

Preise sind inzwischen gefallen

Zu Beginn der Pandemie war das nicht immer so. Weil auf der gesamten Welt Mund-Nasen-Masken benötigt wurden, kam die Produktion, die vornehmlich in Asien stattfindet, nicht hinter dem Bedarf der Weltgemeinschaft hinterher. Und wie die weit verbreitete Marktwirtschaft es so will, trieb das den Preis der Masken gleich in die Höhe. „Im Frühjahr mussten wir für eine einzelne FFP2-Maske 20 Euro pro Stück im Einkauf bezahlen“, erinnert sich Brigitte Schmeck.

Mit dem Ende des Lieferengpasses haben sich nun auch die Preise für die Kunden etwas entspannt. Für eine FFP2-Maske bezahlt man heute im Schnitt 5 bis 8 Euro. Der Mehrpreis gegenüber einer einfachen OP-Maske, die 50 Cent bis 1,50 Euro kostet, ist vor allem der Wirkungsgrad. Diese Masken schützen nicht nur andere Personen, sondern auch den Mundschutztragenden selbst.

Apotheker verlassen sich auf CE-Norm

Allerdings wird der höhere Wirkungsgrad durch eine höhere Dichte des Materials erkauft. Dieser wiederum wirkt sich auch auf das Tragen aus. Wer, wie die Apotheker selbst, den gesamten Tag eine solche Maske tragen muss, leidet unter Umständen darunter: „Ich bekomme nach drei bis vier Stunden manchmal leichte Kopfschmerzen“, gesteht Brigitte Schmeck.

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Ohnehin mussten sich die Apotheken seit dem Frühjahr überhaupt erst einmal auf den Bedarf der Schutzmasken einstellen: „Bis zum März habe ich keine einzige Maske verkauft“, sagt Apotheker Michael Dohm von der Scheffelaoptheke an der Haselbrunnstraße. Er selbst würde sich nicht als ausgewiesener Experte der Masken beschreiben. Wie auch seine Berufskollegen verlässt er sich auf die Zertifizierung der Masken nach der CE-Norm. Sie stellt sicher, dass die Masken einer Wirkklasse entsprechen.

Kein Notstand wie im Frühjahr

Nach diversen Berichten, dass selbst genähte Masken oder auch OP-Masken nur sehr eingeschränkt wirksam sind, wenn es um die Ansteckungsgefahr des Mundschutztragenden geht, verlangt die große Mehrheit der Kunden in Apotheken nach Masken der FFP2-Norm. Bei der Beratung der Kunden kommt es immer wieder zu Diskussionen, da die Flut der Informationen offenbar für Verwirrung sorgt. Sie reichen von dem schlichten Wunsch nach einer bestimmten Farbe der Maske bis hin zu der Forderung, eine FFP2-Maske kostenlos zu erhalten.

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Ob es einen zentralen Einkauf von Mundschutzmasken durch die Bundesregierung geben wird und diese dann tatsächlich in der Bevölkerung verteilt werden, steht bisher noch nicht fest. In jedem Fall können sich die Menschen darüber freuen, dass die Masken überhaupt zur Verfügung stehen und diese im Preis wieder gefallen sind.