Eigentlich hat Oberbürgermeister Martin Staab den OB-Stammtisch in den Ortsteilen ins Leben gerufen, um den Bürgern dort näher zu kommen. „Ich möchte wissen, was sie beschäftigt. Außerdem sind die Abende wichtig, damit ich eine Rückmeldung von ihnen bekomme“, erklärte er beim jüngsten Termin in Möggingen.

Unter dem Dach des ehemaligen Rathauses hatten sich 16 Bürger eingefunden, um mit Martin Staab über aktuelle Themen zu sprechen. Kritik gab es an der von den Stadtwerken Radolfzell eingerichteten Nahwärmeversorgung, auch die Bustaktung und der gestiegene Besucherandrang rund um den Mindelsee wurden thematisiert.

Sperrung der Konstanzer Straße betrifft auch Möggingen

Einen wesentlich größeren Anteil der rund 2,5-stündigen Zusammenkunft nahmen Fragen und Antworten zu originär Radolfzeller Themen ein. Unter anderem interessierten sich die Mögginger für die Konstanzer Straße in der Kernstadt. Dabei musste Martin Staab Rede und Antwort zu den Radwegen und den langen Sperrungen stehen.

Ihn selbst interessierte die Meinung der Mögginger ebenfalls: „Es wird noch einen weiteren Bauabschnitt nach dem Kreisel an der Günter-Neurohr-Brücke geben. Wie fänden sie es besser: Sollen die Arbeiten direkt im Anschluss erledigt werden oder nicht?“, fragte der OB in die Runde. Die meisten bejahten das nach dem Motto „Augen zu und durch“, wie sie bemerkten.

Fragen zu finanziellen Folgen der Corona-Pandemie

Darüber hinaus kamen Fragen zu Corona und den finanziellen Folgen für die Stadt. Dabei gab Martin Staab vorsichtig Entwarnung: „Ich glaube, wir kommen noch einmal mit einem blauen Auge davon“, sagte er. Seiner Einschätzung nach wird eine zeitlich begrenzte Corona-Phase Radolfzell „um zwei bis drei Jahre zurückwerfen“, erklärte der OB.

Gleichzeitig verwies er darauf, dass eine Verlängerung der Einschränkungen entsprechend stärkere Auswirkungen auf die Finanzen der Stadt haben würde. Generell sieht Martin Staab ein „strukturelles Defizit bei den Finanzen“, wie er ausführte: „Der Gemeinderat wird noch schwere Entscheidungen treffen müssen“, kündigte er an.

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