Wehende Haare, eine kraftvolle Stimme und ein Outfit, dass vor Leder, Nieten und Glitzersteinen nur so strotzt. So kennt man Doro Pesch seit 40 Jahren und so tritt sie auch noch immer auf. Der Abschluss des diesjährigen Milchwerk Musik Festivals war wie erwartet laut.

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Die Sängerin und ihre Band gaben auf der Bühne alles, was zu einer vernünftigen Metal-Show gehört. Doro ist ein absoluter Profi und so waren auch Ton, Licht und ihre Musiker genauso perfekt abgestimmt wie ihr Outfit.

Rock-Ikone Doro Pesch.
Rock-Ikone Doro Pesch. | Bild: Michael Schaefer

In all den Jahrzehnten hat Doro eine treue Fangemeinde um sich gesammelt. So begrüßt sie bei ihrem Auftritt am Sonntagabend im Milchwerk die erste Reihe besonders. „Bekannte Gesichter aus Italien“, ruft sie ihren Anhängern zu. Auch musikalisch bleibt sie auf bekanntem Terrain. Bei fast allen Titeln kann das Publikum textsicher mitsingen. Wo Doro drauf steht, ist auch Doro drin.

Bild 2: Mit harten Gitarrenklängen geht das vierte Milchwerk Musik Festival zu Ende
Bild: Schneider, Anna-Maria

Schon vor dem Konzert durften Gewinner der Verlosung „Der SÜDKURIER öffnet Türen“ backstage die Aufbauarbeiten an der Bühne erleben. Die hessische Rock-Band Doppelbock, die als Vorband an diesem Abend aufgetreten ist, hat gerade mit dem Soundcheck angefangen.

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Die SÜDKURIER-Gewinner haben dennoch ein gemeinsames Foto auf der Bühne machen können. Zu diesem Anlass trug Doppelbock-Frontmann Bruno Kalkowski noch ein T-Shirt. Seinen Auftritt absolvierte er dann oberkörperfrei.

Metal-Sängerin Doro Pesch.
Metal-Sängerin Doro Pesch. | Bild: Michael Schäfer

Veranstalter Wolfgang Frey gab den Gewinnern noch einen Einblick in die Arbeit eines Konzertveranstalters. Diese sei gerade jetzt nach zwei Jahren Pandemie und vielen Einschränkungen keine leichte Aufgabe. Viele Helfer seien während der Lockdowns aus der Branche gegangen und nicht wieder gekommen.

Auch würden Gäste wegbleiben, die sich die Veranstaltungen mit mehreren hundert anderen Besuchern noch nicht zutrauen würden. Das ausverkaufte Konzert von Johannes Oerding am Donnerstagabend, 8. September, sei ein wahrer Glücksgriff für Livestage Entertainment gewesen, so Frey.

Erste Schritte auf der großen Konzertbühne: Aaron Keller bereitet sich auf seine erste eigene Tour vor.
Erste Schritte auf der großen Konzertbühne: Aaron Keller bereitet sich auf seine erste eigene Tour vor. | Bild: Michael Schäfer

Denn den Musiker Oerding hätten sie bereits vor zwei Jahren für den Auftritt im Milchwerk verpflichtet. Wegen der Pandemie ist dieser Termin mehrfach verschoben worden. Oerdings Karriere hingegen habe an Fahrt aufgenommen. „Heute würde er so eine kleine Halle nicht mehr bespielen“, sagt Wolfgang Frey.

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Bei anderen Auftritten wie Doro oder der Auftaktveranstaltung mit Seiler und Speer hätten sich Wolfgang Frey und sein Geschäftspartner Markus Dufner mehr Publikum erhofft. Auch das ausgefallene Konzert von Matthias Reim, welches am 7. September hätte stattfinden sollen, sei schade gewesen. Nachgeholt werden soll es am Freitag, 31. März 2023.

„Wir haben noch nie ein solch vielfältiges Programm gehabt“, sagt Markus Dufner am Rande des letzten Konzertes des vierten Milchwerk Musik Festivals. Damit seien sie ein Risiko eingegangen, dass sie solch spezielle Gruppen, etwa die Opern-Band The Cast, eingeladen hatten. Auch dem Newcomer Aaron Keller hätten sie eine Bühne geboten. Gekommen seien am Samstagabend, 10. September, keine 200 Besucher.