Frische Kräuter bringen Pfiff in jedes Gericht. Wer mehr als Schnittlauch, Petersilie, Rosmarin oder Thymian in der Küche verwenden möchte, der war auf dem Radolfzeller Kräutermarkt am Konzertsegel genau richtig.

Allein 60 verschiedene Kräuter hatte Diana Maier aus ihrer Mooser Gärtnerei an ihrem Stand angeboten.

Bei fast schon sommerlichen Temperaturen schlenderten mehr als 1000 Besucher über den Seeufermarkt mit einem prall gefüllten Rahmenprogramm, vielen Ideen für die Gartendekoration und mit kulinarischen Ständen fernab der markttypischen Bratwurst.

Das Geheimnis des besten Standorts

Wer sich die Zeit nahm, konnte sich auf dem Kräutermarkt von professionellen Gärtnern nicht nur über die Pflege der Kräuter beraten lassen, sondern ihnen auch manches Geheimnis für den besten Standort eines eigenen Kräutergartens entlocken.

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Obzwar die Brennnessel für die meisten Garteninhaber als Unkraut gilt, so hat sie eine wichtige Funktion in der Gärtnerlehre. Sie zählt als Anzeiger-Pflanze und verweist mit ihrem erhöhten Bedarf an Stickstoff auf einen ideal gedüngten Boden zum Anpflanzen von Kräutern, erklärt Diana Maier.

Die Gärtnerin aus Moos kennt die Kräutertrends aus mehreren Jahren. Manche von ihnen bürgerten sich ein und erweiterten so die Geschmackspalette in der Küche. Was einst als lästiges Unkraut galt, entpuppte sich als vitaminreich und schmackhaft – wie beispielsweise der Giersch.

Besondere Bedeutung für Bienen

Garten- oder Balkonkräuter sind nicht nur Würzmittel. Ganz aktuell übernehmen sie eine überlebenswichtige Funktion als Futterpflanze für die Bienen, erläutert Anita Dreyer. Auf dem Kräutermarkt bot die Singener Stadtimkerin ihren Honig aus der Stadt an. Ohne Kräuter würden die Bienen nach der Obstblüte verhungern, so die Stadtimkerin.

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Die Vielfalt an Pollen sei in Städten durch Schrebergärten, Balkone und Parks mittlerweile größer als auf dem Land, so Dreyer. Angelegte Kräutergärten und -balkone hätten eine wichtige Funktion für die Bienen und Kräuter wie den Schnittlauch könne man getrost blühen lassen.