Am Montagvormittag, 23. November, wurden zahlreiche Bürger an ein typisches Fastnachtsereignis erinnert: Aus dem Altbohl wurde ein mächtiger Baum Richtung Marktplatz transportiert und anschließend dort aufgestellt.

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Dabei handelte es sich um eine 12 Meter hohe Weißtanne aus einem Privatgarten in der Altbohl-Wohnsiedlung. Die Stadt hatte bereits vor Monaten die Bürger dazu aufgerufen, sich zu melden, falls sie einen repräsentativen Baum aus ihrem Garten zur Verfügung stellen wollen.

Laut Nina Hanstein von der Tourismus- und Stadtmarketing GmbH kamen daraufhin mehrere Angebote. „Das ist doch optimal – so müssen wir keinen Baum fällen, sondern können einen nutzen, der ohnehin entfernt werden soll“, sagte sie während der Aktion.

Spezialfirma mit Hubkran im Einsatz

Ganz ohne Komplikationen ist so ein Unterfangen aber kaum denkbar. Bei der Anfahrt auf den Marktplatz erwies sich die unterfahrbare Höhe der Platanen in der Schützenstraße als kleines Hindernis. Doch die Mitarbeiter der Technischen Betriebe (TBR), die die Weißtanne auch geschlagen hatten, konnten mit feinfühligem Fahren und kurzen Eingriffen das Problem lösen.

Auf dem Marktplatz verfolgten einige Schaulustige das Geschehen. Denn einen rund drei Tonnen schweren Christbaum richtet man nicht mal eben so auf. Dazu war eine Spezialfirma mit einem Hubkran vor Ort. Diese hob den Baum vom Hänger, um ihn direkt in das vor drei Jahren angelegte Christbaumloch auf dem Marktplatz zu setzen.

Wichtiges Signal in schweren Zeiten

Nun fehlt nur noch der Schmuck in Form von Christbaumkugeln und einer adäquaten Beleuchtung. Sie soll in den nächsten Tagen angebracht werden. Dann kann der Christbaum bis Anfang Januar die Herzen der Radolfzeller erfreuen. Für Nina Hanstein ein wichtiges Signal in schweren Zeiten: „In diesem Jahr ist es wichtiger denn je, dass wir etwas Schönes in der Innenstadt haben“, sagte sie.