Die FDP im Landkreis Konstanz hat auf ihrer Wahlkreiskonferenz in Radolfzell ihren Kandidaten für die Landtagswahl 2021 gewählt. Dabei bekam der einzige Bewerber auf den Posten, Amtsinhaber Jürgen Keck, das uneingeschränkte Votum der 27 anwesenden und wahlberechtigten Mitglieder.

So wird Jürgen Keck seine Partei im Wahlkreis 56 bei der Landtagswahl vertreten. Offenbar konnte Keck in den vergangenen fünf Jahren die Interessen der FDP adäquat im Landtag in Stuttgart einbringen und erhielt nun erneut das Vertrauen der Mitglieder.

Freude über das Ergebnis

Keck zeigte sich über das eindrückliche Wahlergebnisses erfreut und zufrieden. „Ich freue mich riesig über das eindeutige Ergebnis. Das bestätigt mich in meiner Arbeit“, sagte er im Anschluss an die Wahl. Der sozialpolitische Sprecher seiner Fraktion in Stuttgart möchte auch in Zukunft seine Schwerpunkte in dem Bereich weiter ausbauen.

Viele Schwerpunkte für die Arbeit

Themen gebe es seiner Meinung nach genügende. So soll der Ärztemangel, der vor allem in ländlichen Regionen auftritt, weiterhin einer seiner Arbeitsschwerpunkte sein. Gleiches gilt für die Barrierefreiheit an öffentlich zugänglichen Stellen wie Bahnhöfen. Der öffentliche Personennahverkehr und der digitale Unterricht sollen ebenfalls Schwerpunkte seiner künftigen Arbeit sein.

Wahlkreiskonferenz der FDP für den Landkreis Konstanz im Radolfzeller Scheffelhof.
Wahlkreiskonferenz der FDP für den Landkreis Konstanz im Radolfzeller Scheffelhof. | Bild: Jarausch, Gerald

Bei all diesen Aspekten sieht Jürgen Keck die eigene Region im Hintertreffen: „Im Landkreis Konstanz geht es nicht schnell genug voran. Wir im Süden bleiben auf der Strecke bei der Lehrerversorgung, der Digitalisierung der Schule, dem Mobilfunknetz und beim Schienenverkehr.“

Wo Keck den größten Handlungsbedarf sieht

Insbesondere bei der Digitalisierung der Schulen sieht er dringenden Handlungsbedarf, was sich in der Corona-Krise gezeigt habe: „Wir sind in Baden-Württemberg auf dem vorletzten Platz bundesweit“, stellte Jürgen Keck dazu fest. Ebenso möchte der Landtagsabgeordnete mehr Tempo beim Ausbau der Gäubahn. Dabei erinnerte er noch einmal daran, dass diese bereits im Jahr 1995 ursprünglich zweigleisig ausgebaut sein sollte. Überhaupt kritisierte das Mitglied des Verkehrsausschuss die Arbeit des grünen Verkehrsministers Hermann.

„Wir bauchen endlich eine leistungsstarke Verkehrsinfrastruktur für Schüler, Berufs-Pendler und Reisende“, forderte er in diesem Zusammenhang. Grundsätzlich ist es Jürgen Keck wichtig, auch in Zukunft Politik „von hier aus für uns im Landkreis“ zu machen, wie er betonte.

Patrick Konopka will Keck unterstützen

Als sein Stellvertreter wurde Patrick Konopka mit 24 von 27 Stimmen gewählt. Der Gemeinderat aus Allensbach und stellvertretende Kreisvorsitzende sieht seine eigenen Schwerpunkte im Bildungsbereich, wie er wissen ließ. Allerdings sieht er sich in erster Linie als Unterstützer von Jürgen Keck. „Ich möchte dafür mitkämpfen, dass Jürgen Keck weitere fünf Jahre in Stuttgart arbeiten kann“, sagt er.

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Gastvortrag von Benjamin Strasser

In einem Gastvortrag gab der FDP-Bundespolitiker Benjamin Strasser zudem einen Überblick über die Themen der FDP in der Hauptstadt. Dabei lobte er die bisherige Zusammenarbeit mit Jürgen Keck ausdrücklich.

Daran dass es für die FDP in der nächsten Zukunft noch viel zu tun gibt, ließ auch die Kreisvorsitzende der FDP, Birgit Homburger, keinen Zweifel. „Wir müssen ranklotzen, um zu zeigen, dass man uns braucht“, sagte sie zum Abschluss des Abends in Radolfzell.