Vier Tage lang trafen sich 200 Artisten, Jongleure und Akrobaten auf dem Gelände des Turnerheims des TV Radolfzell. Der Verein „Drop am See“ veranstaltete in diesem Jahr zum 13. Mal seine Jonglier-Convention am Seeufer des Markelfinger Winkels – diesmal jedoch mit einer beschränkten Teilnehmerzahl wegen der Pandemie.

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Die Profis unter den 200 Teilnehmern gaben in Workshops ihr Wissen weiter. Auf einer offenen Show-Bühne traten am Freitag elf Jonglage- und Artistengruppen wie auch Menschen mit einer Behinderung auf. Für die spektakuläre Feuer-Jonglage trafen sich die Teilnehmer am Samstagabend auf der Wiese am Turnerheim. Neben dem Turnerheimgelände nutzte „Drop am See“ auch die in der Nähe liegenden Tennis- und Squash-Hallen für die Workshops und für ein Training rund um die Uhr. Vier regionale Kinder- und Jugendzirkusse reisten an.

Jonglieren ist mit Vielem möglich

Zum Jonglieren ist alles geeignet, was man in die Luft werfen und wieder auffangen kann. Objekt-Manipulation nennt der Zirkus-Pädagoge, angehende Lehrer und Convention-Organisator Markus Löhr die Kunstfertigkeit, bei der Gegenstände nicht nur in die Luft geworfen, sondern auch über die Arme, die Handflächen wie über den Körper gerollt oder an Seilen und Stäben gelenkt werden können. Das Jonglieren sei eine künstlerische Beziehung mit einem Objekt und sich selbst, beschreibt Löhr die Kunstfertigkeit der Jonglage. Wobei der Flow – also der Fluss einzelner Bewegungsabläufe mit den Objekten – den Glückszustand für einen Jongleur hervorbringe, bis das Objekt auf den Boden fällt und vom Jongleur erneut aufgegriffen wird.

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Dieses Fallenlassen (englisch: to drop) gab dem Verein „Drop am See“ seinen selbstironischen Namen. Gerade die offene Haltung der Gemeinschaft untereinander fördere das Training auf der Convention besonders, erklärt Markus Löhr. Die Convention ist regional gut vernetzt. Wobei Zirkus-Pädagogen aus der Region nicht nur als Teilnehmer mit dabei seien, sondern auch als Organisatoren, so Löhr.