Dürfen Sternsinger in diesem Jahr von Haus zu Haus unterwegs sein? Wie kommen Gläubige an den von ihnen gebrachten Segen? Und wie kann eigentlich für notleidende Kinder gespendet werden? Weil die Corona-Verordnung immer wieder überarbeitet und neue Regeln herausgegeben wurden, herrscht darüber laut Ulrike Haselberger, Mesnerin in der Kirche St. Laurentius in Markelfingen, zum Teil Unklarheit.

So stand im Mitte Dezember veröffentlichten Pfarrblatt der Seelsorgeeinheit St. Radolt noch, dass die Sternsinger immerhin von Haustür zu Haustür unterwegs sein werden – mit Mund-Nasen-Bedeckung und unter Einhaltung der Corona-Verordnung. Doch diese Meldung ist nicht mehr aktuell, wie Haselberger mitteilt, es gelten mittlerweile neue Regeln. Hausbesuche sind und waren nicht in diesem Jahr gar nicht möglich. Stattdessen können Gläubige Aufkleber mit dem Segen aus den Kirchen der Katholischen Seelsorgeeinheit mitnehmen und selbst über den Haustüren anbringen.

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Auch Spenden für benachteiligte Kinder in aller Welt können von den Sternsingern nicht eingesammelt werden. Laut Ulrike Haselberger könne das Geld stattdessen in eigens bereitgestellte Opferstöcke in den Kirchen, bei den Pfarrbüros oder speziell in Markelfingen bei Ulrike Haselberger abgegeben werden. „Das war auch in den anderen Jahren immer so“, erklärt die Mesnerin. Das Geld werde von den Ortsteilen aus an das Münsterpfarramt weitergeleitet und von dort aus gesammelt dem Kindermissionswerk, das die Sternsingeraktion organisiert, übergeben. Die Spendenaktion in Radolfzell sei aber auch im Internet unter www.kath-radolfzell.de zu finden, zudem könne das Geld überwiesen werden: Empfänger ist das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ bei der Pax-Bank eG, IBAN: DE 95 3706 0193 0000 0010 31.

Im Video, das auf Youtube vom Account der Katholischen Kirche Radolfzell veröffentlich wurde, zeigen sich die Sternsinger trotz Einschränkungen.
Im Video, das auf Youtube vom Account der Katholischen Kirche Radolfzell veröffentlich wurde, zeigen sich die Sternsinger trotz Einschränkungen. | Bild: Screenshot

Für Markelfingen haben sich die Sternsinger übrigens etwas ganz Besonderes überlegt: Auf Youtube stellen sie unter dem Account der Katholischen Kirchen Radolfzell ein Video zur Verfügung, in dem sie ihre Sprüche aufsagen und singen – damit Gläubige sie trotz der Einschränkungen zu Gesicht bekommen. „Da sind die modernen Medien super“, freut Ulrike Haselberger sich. Wie sie erzählt, wurde die Idee innerhalb weniger Tage spontan umgesetzt, nachdem die Sternsinger die ausgefallenen Hausbesuche sehr bedauerten. Von Vorteil sei gewesen, dass die Kinder und Jugendlichen zum Teil untereinander verwandt seien oder anderweitig miteinander Kontakt hätten – darum habe man sie in Gruppen filmen und gleichzeitig die Corona-Regeln berücksichtigen können. Das Video ist unter hier zu finden.