Der Rotary-Club Radolfzell-Hegau hat mit Jürgen Mäder aus Gaienhofen einen neuen Präsidenten für das Amtsjahr 2020/2021. Bei der Präsidentschaftsübergabe auf der Höri überreichte ihm sein Vorgänger Michael Hohner die Amtskette.

Derzeit 61 Mitglieder

Hohner blickte auf ein bewegtes Jahr zurück. Wegen der Corona-Pandemie hatten sich die 61 Mitglieder zuletzt nur virtuell getroffen. Dennoch war der Service-Club aktiv, und vor Corona hatte es mehrere Projekte gegeben. Durch die Weihnachtsspende sowie die Alfons-und-Maryana-Böhringer-Stiftung konnte der Rotary-Club wieder zahlreiche gemeinnützige Projekte vor Ort und international unterstützen. Dazu zählen zwei Kindergärten in Radolfzell, die Zeller Kultur, ein Integrationsprojekt in Hilzingen, St.Peter und Paul in Singen, die Armenhilfe in Russland von Doris Epple sowie die Hilfe für Simbawe mit dem Krankenhaus in Muvonde.

Lehreraustausch mit der Türkei

„Ein Höhepunkt unserer internationalen Aktivitäten war das World-Understanding-Projekt unseres Freundes Wolfgang Uebel. Erneut konnten wir gemeinsam mit dem Club Sisli-Istanbul einen erfolgreichen Lehreraustausch durchführen“, hob Hohner hervor. Dabei besuchten fünf Lehrer aus dem Berufsschulzentrum Radolfzell sowie der Geschäftsführer einer Engadiner Lehrwerkstatt die Türkei, um sich über das dortige Bildungssystem zu informieren.

Neue Strategien geplant

„Wir werden unsere Projekte weiterführen, müssen aber – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der vergangenen Monate – auch für Rotary neue Strategien entwickeln“, sagte Jürgen Mäder. Dabei bezog er sich auch auf den Rotary-Weltpräsidenten Holger Knaack. Er rief dazu auf, alles bei Rotary auf den Prüfstand zu stellen. „Sicherlich ist der Digitalisierungsschub durch Corona auch eine Bereicherung.

Mehr Räume für Begegnung

Es zeigte sich zudem, dass es nötig und möglich ist, mit der Zeit sorgsam und bewusst umzugehen“, sagte Jürgen Mäder und stellte sein Leitmotiv „Begegnungsräume schaffen“ vor. „Neben dem persönlichen Austausch untereinander und den laufenden regionalen und internationalen Projekten ist es mir wichtig, Rotary in unserem Umfeld bekannter zu machen“, sagte Mäder.