Bei einem tragischen Feuer in einem Wohnhaus in der Güttinger Durchenbergstrasse ist am späten Sonntagabend eine Frau ums Leben gekommen, die nach Angaben der Polizei 81 Jahre alt war. Sie ist laut Mitteilung der Feuerwehr Radolfzell in ihrer Wohnung verbrannt. Die übrigen Hausbewohner konnten unbeschadet ins Freie gelangen.

Im Radolfzeller Ortsteil Güttingen ist die Feuerwehr am späten Sonntagabend, 7. Oktober, zu einem Wohnungsbrand gerufen worden.
Im Radolfzeller Ortsteil Güttingen ist die Feuerwehr am späten Sonntagabend, 7. Oktober, zu einem Wohnungsbrand gerufen worden. | Bild: Joachim Strate

Gegen 22.30 Uhr wurden die Feuerwehrabteilungen Güttingen und Liggeringen sowie zusätzliche Kräfte der Abteilung Radolfzell wegen eines Wohnungsbrandes alarmiert. Eine Erdgeschosswohnung stand mit starker Rauchentwicklung an der Straßenseite sowie Feuerschein an der rückwärtigen Balkonseite in Vollbrand. Die Löscharbeiten seien sofort mit zwei Strahlrohren unter schwerem Atemschutz durch den vorderen Eingang sowie von der hinteren Südseite her über eine Steckleiter aufgenommen worden. Eine weitere Ausbreitung des Feuers im Mehrfamilienhaus habe durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr verhindert werden können.

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Eine bettlägerige Person aus der über der Brandwohnung liegenden Wohnung sei von der Feuerwehr aus dem Gebäude getragen worden. Da das Treppenhaus zunächst stark verraucht gewesen sei, hätte die Feuerwehr noch zwei unverletzte Personen über eine weitere von außen vorgenommene Steckleiter aus dem zweiten Obergeschoss gerettet. Alle anderen Hausbewohner hätten sich rechtzeitig selbst in Sicherheit bringen können, heißt es in dem Bericht weiter. Während der Brandbekämpfung sei in der betroffenen Wohnung eine Person aufgefunden worden, für die jede Hilfe zu spät kam.

Mit der Leiter bringt die Feuerwehr die Bewohner des Hauses in Sicherheit.
Mit der Leiter bringt die Feuerwehr die Bewohner des Hauses in Sicherheit. | Bild: Joachim Strate

Die Feuerwehr war insgesamt mit 34 Kräften und acht Fahrzeugen im Einsatz und konnte gegen Mitternacht abrücken. Die Brandursache werde durch die Polizei ermittelt. Der Schaden wurde laut Polizei auf mehr als 100.000 Euro beziffert. Parallel zu diesem Einsatz forderte der Rettungsdienst die Drehleiter um 23.17 Uhr zu einer technischen Hilfeleistung in den Kapellenweg an. Dort sollte eine erkrankte Person liegend aus dem Obergeschoss hinunter gebracht werden. Vor Ort entschied die Notärztin, dass dies nicht mehr notwendig sei.