Das touristische Angebot auf der Mettnau soll wachsen. Das Hotel Artvilla möchte sich gerne vergrößern. Da der Platz auf der Mettnau begrenzt ist, hat das Hotel kein Grundstück in unmittelbarer Nähe gefunden, sondern auf der anderen Straßenseite zwischen Häuslegarten und Sankt-Wolfgang-Straße.

Im Ausschuss für Planung, Umwelt und Technik zeigte man sich offen für die Pläne. Der Investor hatte eine Änderung im Planungsrecht beantragt, der es ihm gestattet, ein weiteres Hotel zu bauen. Denn eigentlich ist dieses Areal als „Reines Wohngebiet“ deklariert.

Neues Hotel soll in der Nachbarschaft liegen

Etwa 120 Meter Luftlinie vom bestehenden Hotel soll der Neubau mit elf Zimmern oder Appartements gebaut werden. Die Rezeption werde weiterhin im Hauptgebäude beheimatet sein. Neben dem Neubau sollen Parkplätze in einer Carport-Anlage mit einer Gründachbepflanzung entstehen.

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Die Parkplätze sollen an der Sankt-Wolfgang-Straße liegen und genau daran störten sich einige Stadträte. „Die Sankt-Wolfgang-Straße ist nicht mehr als ein Fußgängerweg. Wie soll da der Verkehr für ein Hotel Platz finden?“, fragt sich Siegfried Lehmann, Fraktionssprecher der FGL. Außerdem schlug er vor, dass das Hotel auf dem Dach eine Photovoltaikanlage bauen sollte, um eine nachhaltige Energiequelle zu haben.

Weg ist eine offizielle Straße

Thomas Nöken, Fachbereichsleiter Stadtplanung und Baurecht, erklärte, dass auch dem Investor die enge Straße bewusst sei und er deswegen die Carports weiter nach innen auf das Grundstück geplant hätte. So gebe es ausreichend Platz zum Rangieren. Dennoch schlugen die Stadträte vor, die Erschließung des Grundstücks über die größere Straße Häuslegarten vorzunehmen.

Doch laut Nöken sei dies nicht möglich, da der Hotelbetreiber einen Garten anlegen wollte, auf der die Zufahrt dann sein müsste. In den Plänen der Verwaltung sei die Sankt-Wolfgang-Straße als vollwerige Straße deklariert, auch wenn sie so schmal sei. Dem Aufstellen eines Bebauungsplans wurde im Ausschuss zugestimmt.

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