Zwei Wochen Hilfseinsatz in Ahrweiler haben Maximilian Renner aus Wahlwies gefordert und beeindruckt. Nach seiner Rückkehr wollte er unbedingt mehr für die Menschen tun, die er in dem Hochwassergebiet kennengelernt hatte. Ein Wochenende lang hat er Spenden gesammelt und ist begeistert: Genau 20.035 Euro kamen zusammen. Zwei Überweisungen stehen noch aus.

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An beiden Tagen wurde etwa gleich viel Geld gespendet, berichtet Fabian Kriegel. Er hat als neutrale Person den verschlossenen Spendenbehälter mitgenommen und das Geld gezählt. Er wird den gesamten Spendenbetrag jetzt überweisen. Neben Privatpersonen spendeten auch regionale Betriebe und ein Verein.

Maximilian Renner erzählt, dass überwiegend fremde Menschen dem Spendenaufruf gefolgt seien. „Ich hatte Anrufe aus Sigmaringen und Tengen, manche haben Geldscheine per Post geschickt. Ältere Spender kamen mit dem Zeitungsartikel in der Hand her.“ Es gab viel Lob für seine Aktion. „Die Leute haben gesagt: Supersache, was der junge Mann macht“, sagt Renner. „Sie wollten lieber hier spenden als über eine Organisation, weil sie so wüssten, dass das Geld direkt ankomme, wo es gebraucht werde.“

Geld hilft beim Wiederaufbau

Für die Spender hatte er kurzfristig noch eine Diashow mit all den Fotos, die er im Krisengebiet gemacht hatte, vorbereitet. Bei Grillwürsten und Getränken – auch die Einnahmen aus dem Verkauf flossen voll in die Spendenkasse – habe er sich mit den Menschen unterhalten, von seinen Eindrücken erzählt und nur positive Resonanz bekommen, sagt er erfreut. Er erklärt, warum die beiden Familien so dringend auf Hilfe angewiesen sind: „Sie sind nicht versichert gegen Elementarschäden und welche Zuschüsse sie von Bund und Land bekommen, steht noch in den Sternen.“ Das gesammelte Geld helfe Handwerker zu bezahlen und den Wiederaufbau voranzutreiben.

Anfang September fährt Maximilian Renner erneut nach Ahrweiler, um zu helfen. Auch sein Kumpel Florian Mauch wird dann wieder vor Ort sein.