Matthäus Kögel ist in diesen Tagen leicht überwältigt. Von der Hilfsbereitschaft der Menschen, vom Engagement seiner Töchter und ihren Freunden, von seinen Busfahrern, die alle unentgeltlich beim Hilfs-Konvoi an die polnisch-ukrainische Grenze mitmachen. „Das ist unfassbar, was die Leute vorbeigebracht haben und wie sie sich einbringen.“

Schlör schickt Lastwagen mit

Zwei Busse, ein Lastwagen von Schlör und ein Transporter des Autohauses Blender haben die Hilfsgüter von Radolfzell in die polnische Grenzstadt Przemysl gefahren, bevor sie sich morgen auf die Rückfahrt begeben. Mit an Bord vielleicht bis zu 100 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine. Von seinem Büro in Radolfzell aus halten Matthäus Kögel und seine Tochter Laura Gamper Kontakt zum Konvoi, in einem Bus sitzt die andere Tochter Anna Kögel am Steuer.

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Zusammen mit ihren Freunden hatten sie den Entschluss gefasst, eine Hilfsfahrt zu organisieren. Zuerst wollten sie vom Vater einen Transporter – der sagte, „warum nicht ein Bus“, bis die Töchter dann kamen und sagten: „Ok, wir nehmen zwei Busse“. Dabei blieb es nicht. Es sammelte sich so viel Material, dass es eng wurde. Jürgen Keck vermittelte eine Saftspende, die nirgends Platz fand. Also gab Schlör-Chef Klaus Widemann sein Ok, dass ein Lastwagen mitfahren durfte. Thomas Kruismann hatte bereits freiwillig angeboten, den Lastzug zu steuern. Als zweiter Fahrer in den Laster stieg Franz Buhl vom Seeblickhof in Wahlwies zu. Er hilft bei Kögel immer mal wieder als Fahrer aus. Die Busse steuern Anna Kögel, Wolfgang Neumann, Rolf Hauser, Wolfgang Preß und Wiktor Bukowski. Den Transporter fahren Lars Gamper und Stefan Hangarter. Als Begleiter helfen Christian Lendle und Linus Dietrich. „Jetzt hoffen wir, dass auf der Rückreise alles gut geht“, sagt Matthäus Kögel.