Fliegt man während einer Pandemie einmal um die Welt, muss es sich schon lohnen. Die Teilnehmer des Meisterkurs dirigieren, Teil der internationalen Sommerakademie in Radolfzell, haben zum Teil sehr weite Reisen in Kauf genommen, um bei Professor Johannes Schlaefli eine Woche lang zu studieren und an ihrer Kunst zu arbeiten. Die Kunst des Dirigierens. Aus Deutschland, Österreich, Italien, Costa Rica und Südkorea stammen die acht Teilnehmer des Meisterkurses.

Renommierter Dirigier-Professor

Naben Professor Schlaefli, einem international gefragten Dirigierlehrer, der an der Hochschule Zürich arbeitet, ist die Südwestdeutsche Philharmonie aus Konstanz ein großer Anreiz, sich für den Meisterkurs zu bewerben. „Für gewöhnlich arbeiten wir mit Studenten zusammen“, sagt Mauro Mariani, einem der Dirigierschüler aus Italien. Mit einem erfahrenen und so eingespielten Orchester proben und arbeiten zu können, sei etwas ganz besonderes. 80 Bewerbungen habe es insgesamt gegeben, erklärt Bürgermeisterin Monika Laule. Nur acht haben genommen werden können.

(von links) Bürgermeisterin Monika Laule, Professor Johannes Schaefli, Dirigier-Student Mauro Mariani, Angelique Tracik, Fachbereichsleiterin Kultur, Dirigier-Studentin Ina Stoertzenbach und Insa Pijanka, Intendantin der Südwestdeutschen Philharmonie.
(von links) Bürgermeisterin Monika Laule, Professor Johannes Schaefli, Dirigier-Student Mauro Mariani, Angelique Tracik, Fachbereichsleiterin Kultur, Dirigier-Studentin Ina Stoertzenbach und Insa Pijanka, Intendantin der Südwestdeutschen Philharmonie. | Bild: Schneider, Anna-Maria

Für Ina Stoertzenbach, die in München studiert, ist auch der Austausch mit den anderen Dirigierstudenten bereichernd. „Es ist ein guter Austausch, weil wir alle daran arbeiten unsere eigene Klangweise zu entwickeln“, erklärt die Studentin. Für Insa Pijanka ist die Radolfzeller Sommerakademie ein fester Bestandteil im Jahreskalender des Philharmonie. Seit 2016 besteht diese Zusammenarbeit Südwestdeutsche Philharmonie. „Der Meisterkurs hat eine hohe Akzeptanz innerhalb des Orchesters und wir alle fühlen uns verpflichtet, bei der Ausbildung von Nachwuchs zu helfen“, erklärt die Intendantin der Philharmonie. Beim Dialog zwischen Dirigent und Musiker dabei zu sein, sei ein toller Prozess. Denn jeder Notentext lasse sehr viel Variationsmöglichkeiten.

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Organisiert wird der Meisterkurs von der Musikschule Radolfzell. Sie kümmern sich auch um die Unterbringung der Meisterschüler. Für Professor Johannes Schlaefli ein zentraler Punkt im Unterricht: „Alle fühlen sich wohl, es herrscht eine sehr gute Atmosphäre.“

Radolfzellerinnen und Radolfzeller können sich beim Abschlusskonzert am Samstag, 18. September, um 20 Uhr im Milchwerk von den Lernerfolgen der Meisterschüler überzeugen. Es gibt noch ausreichend Karten für das Konzert, es gelten die üblichen 3G-Regeln.