Welche Themen bewegen die Böhringer? Was sind die Aufreger? Eigentlich wollte Oberbürgermeister Martin Staab so nah wie möglich mit dem Ohr am Ortsteil sein. Allzu viel konnte er jedoch nicht mitnehmen.

Breiten Raum in der fast dreistündigen Zusammenkunft nahmen Klagen über den Parkdruck rund ums Rathaus und in verschiedenen Wohnstraßen, über Falschparker auf Sperrflächen sowie dauerhaft abgestellte Wohnmobile und Wohnwagen im öffentlichen Verkehrsraum ein. Martin Staab notierte sich die Themen und kündigte eine Verkehrsschau für Böhringen an.

Fünf Bäume müssen fallen

Ein weiteres Thema waren die Bäume entlang der Ortsdurchfahrt, die im Zuge der aktuellen Umbaumaßnahmen für den Radverkehr zum Teil entfernt werden sollen, weil die Wurzeln das Pflaster aufwerfen und eine Gefahr für Fußgänger und Radfahrer sind. Im Moment gehe es nur um den aktuellen Bauabschnitt zwischen Rommelstraße und Ampel an der Kirche, machten OB Staab und Ortsvorsteher Bernhard Diehl deutlich.

„Die fünf Bäume werden wir wohl zwangsweise opfern müssen, auch um die Parkbuchten verlegen zu können“, so der OB. Aber es sei wichtig, einen Ausgleich und intelligente Pflanzungen zu schaffen, bekräftigte er. Der Ortschaftsrat hätte gerne, dass in diesem Bereich keine neuen Baumquartiere entstehen, sondern 15 hochwertige Laubbäume im Bereich des Parkplatzes an der Mehrzweckhalle gepflanzt werden. „Wir werden einen Kompromiss finden müssen“, so Martin Staab.

Chancen für Ortskernentwicklung steigen

Wie es mit der Ortkernentwicklung weitergeht, wollte Günther Lieby wissen. Bereits im vergangenen Jahr, so Staab, habe man in den Haushalt Mittel für den Abriss der alten Gebäude eingestellt, um das Sanierungsgebiet genehmigt zu bekommen. Auch in diesem Jahr sei die Aufnahme ins Städtebauförderprogramm nicht gelungen, aber nachdem das Projekt Stadt–Bahn-See abgeschlossen sei, sehe er steigende Chancen, allerdings wegen der Landtagswahlen 2021, in deren Vorfeld solche Entscheidungen nicht mehr gefällt würden, erst für 2022.

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Etliche Fragen gab es zum Sozialen Wohnungsbau. Demnächst komme eine Wohnraumanalyse in die Gremien, so Martin Staab. „Wir haben Nachholbedarf an Sozialwohnungen, aber zahlreiche Projekte, in deren Zuge sozial geförderter Wohnungsbau entsteht. Wenn alles umgesetzt wird, kommen wir auf 250 bis 300 Sozialwohnungen, darunter rund 30 in im neuen Wohngebiet Nezfeldwies Böhringen.

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